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Mehr Komfort im Wolken­kratzer

Die Venti­la­toren der Klima­an­lage im River­side Centre, einem von Bris­banes Wahr­zei­chen, waren am Ende ihrer Kräfte. Ein Retrofit sollte mehr Effi­zienz und Komfort bringen, doch dafür gab es kaum Platz und nur wenig Zeit.


Seine Wellen­form, die Lobby mit Glas­front und der einma­lige Blick auf den Bris­bane River machen das River­side Centre zu einem der Wahr­zei­chen der Haupt­stadt des austra­li­schen Bundes­staats Queens­land. Die 40 Stock­werke des Wolken­krat­zers mit 146 Meter Höhe behei­maten zahl­reiche Büros sowie Cafés und Restau­rants am Fluss­ufer, die bei Einhei­mi­schen und Besu­chern glei­cher­maßen beliebt sind. Das 1986 erbaute Gebäude im Herzen des Finanz­di­strikts wurde vom renom­mierten Archi­tekten Harry Seidler entworfen und steht unter Denk­mal­schutz.

Nach über 30 Jahren strahlt die Fassade noch immer im alten Glanz, doch die Original-Radi­al­ven­ti­la­toren in der Klima­an­lage des Gebäudes waren am Ende ihrer Kräfte. „Die Lager war beschä­digt und schmierte, Riemen- und Riemen­scheiben waren verschlissen und es gab Anzei­chen für Loch­kor­ro­sion an den Lüfter­rä­dern“, erzählt Andrew Pren­tice, Maschi­nen­bau­in­ge­nieur und Berater des Projekt­teams. Ein Retrofit sollte das Leben der Klima­an­lage verlän­gern und gleich­zeitig die Ener­gie­ef­fi­zienz verbes­sern sowie den Komfort für die Kunden erhöhen.

Kleiner, aber effi­zi­enter

Ursprüng­lich war dafür geplant, die rück­wärts­ge­krümmten Doppel-Radi­al­ven­ti­la­toren in sechs Kühlein­heiten durch größere EC-Plug-Fans mit 800 und 900 Milli­me­tern Durch­messer zu ersetzen. Doch ebm-papst in Austra­lien schlug vor, statt­dessen klei­nere Venti­la­toren mit nur 500 Milli­me­tern Durch­messer einzu­bauen. Damit sollten Trans­port und Instal­la­tion erleich­tert werden. „Es wäre einfach unrea­lis­tisch gewesen, einen Kran in ein Gebäude mitten in Bris­banes Finanz­di­strikt zu stellen“, sagt Andrew Pren­tice. Da als Teil des Upgrades größere, leis­tungs­stär­kere Wärme­tau­scher einge­baut wurden, hatte sich zudem der verfüg­bare Platz für den Einbau der Venti­la­toren verrin­gert. „Wir mussten also die Größe der Venti­la­toren mini­mieren und gleich­zeitig die Effi­zienz stei­gern“, erklärt Brett Saun­ders, CEO des Instal­la­teurs Hiflow.

Hiflow ersetzte einen großen rück­wärts­ge­krümmter Doppel-Radi­al­ven­ti­lator mit bis zu zehn EC-Plug-Fans von ebm-papst, ange­ordnet in einem fünf-mal-zwei Fan Grid. Die kleinen Venti­la­toren wurden dazu mit Hubwagen und Güter­lift zur Einbau­stelle trans­por­tiert. Ledig­lich zwei Tech­niker waren nötig, um die Venti­la­toren zu instal­lieren. Das machte einen schnellen Retrofit möglich – ein wich­tiger Faktor für den Kunden. Denn die Tech­niker konnten erst Frei­tag­abend mit dem Austausch der Kühlein­heiten beginnen, bis Montag­morgen, wenn alle Büro­an­ge­stellten an ihre Schreib­ti­sche zurück­kehren, sollten alle Kühlein­heiten ausge­tauscht sein und wieder laufen. „Wir waren sogar schon am Samstag mit dem Retrofit fertig“, berichtet Saun­ders stolz.

Ausge­zeich­nete Ökobi­lanz

Die neuen, klei­neren Venti­la­toren verbrau­chen ganze 38 Prozent weniger Energie. Mit einer Klima­an­lage, die für 60 Prozent des Ener­gie­ver­brauchs des Gebäudes verant­wort­lich ist, macht das für jeden Mieter der Büros einen riesigen Unter­schied. Das River­side Centre strahlt jetzt nicht nur von außen, sondern glänzt auch in der NABERS Ener­gie­be­wer­tung. Mit fünf­ein­halb von mögli­chen sechs Sternen in Austra­liens natio­nalem Rating­system ist seine Ökobi­lanz ausge­zeichnet.

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