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Neue Luft für Oldtimer

Das Zeit­Haus inmitten der Auto­stadt in Wolfs­burg ist ein Sehn­suchtsort für Auto­mo­bi­listen. Auf fünf Etagen Ausstel­lungs­fläche reiht sich Fahr­zeug an Fahr­zeug – eines faszi­nie­render als das andere. Ein Retrofit der Lüftung sorgt bei Mensch und Auto für das rich­tige Wohl­fühl­klima.


Als Kommu­ni­ka­ti­ons­platt­form des Volks­wagen Konzerns macht die Auto­stadt in Wolfs­burg die Werte des Konzerns und das Thema Mobi­lität in all ihren Facetten erlebbar. Neben dem welt­weit größten auto­mo­bilen Auslie­fe­rungs­zen­trum bietet der Themen­park Bildungs­an­ge­bote für alle Alters­klassen, ein viel­fäl­tiges Veran­stal­tungs- und Kultur­pro­gramm sowie ein abwechs­lungs­rei­ches kuli­na­ri­sches Konzept.

Im dortigen Auto­mo­bil­mu­seum Zeit­Haus schlägt das Herz von Auto­mo­bil­lieb­ha­bern schneller: hier finden mehr als 260 Old- und Young­timer von über 60 verschie­denen Marken Platz. Besu­cher haben von außen bereits einen Blick auf die Expo­nate und können im Inneren auf über fünf Etagen Ausstel­lungs­fläche um sie herum­schlen­dern. Span­nende Details über deren revo­lu­tio­näre Eigen­schaften sind inklu­sive. Denn die dort gezeigten Fahr­zeuge haben Maßstäbe gesetzt.

Für uns war der Umbau mit ebm-papst Venti­la­toren eine Art Pilot­pro­jekt. Wir wollten  heraus­finden, ob sich die theo­re­ti­schen Berech­nungen der Ener­gie­ein­spa­rung im Feld bestä­tigen lassen.

Patrick Fricke, tech­ni­scher Objekt­ma­nager der Auto­stadt GmbH

Während die Oldtimer noch heute faszi­nieren, hat die alte Lüftungs­an­lage des Museums jedoch ausge­dient. Denn die alten riemen­ge­trie­benen Venti­la­toren sind inzwi­schen schon rund zwanzig Jahre alt. Mit einem Retrofit konnte die Auto­stadt GmbH die Lüftungs­an­lage wieder auf den neuesten Stand der Technik bringen: „Unser Haupt­ziel war es, mit dem Upgrade auf neueste Tech­no­logie eine Einspa­rung von fast 30kW/h bezie­hungs­weise 25 Prozent zu errei­chen“, sagt Patrick Fricke, tech­ni­scher Objekt­ma­nager der Auto­stadt GmbH.

„Für uns war der Umbau mit ebm-papst Venti­la­toren eine Art Pilot­pro­jekt. Wir wollten damit heraus­finden, ob sich die theo­re­ti­schen Berech­nungen der Ener­gie­ein­spa­rung denn auch im Feld bestä­tigen lassen – und welche Faktoren zusätz­lich einen Einfluss auf den Return of Invest­ment haben.“   

Mit aktu­ellen Daten zum Ziel

In Kopro­duk­tion von Breuell & Hilgen­feldt mit der WOWI-Wickert Heizungs-, Luft-, und Klima­pro­dukte GmbH ging’s ans Werk. „Wichtig bei einem solchen Retrofit ist es, zu Beginn genaue Leis­tungs­daten zu erfassen“, erläu­tert Dieter Hilde­brandt von Breuell & Hilgen­feldt. „Je genauer die Daten der Anlage in der momen­tanen Verwen­dung sind, desto eher können wir die rich­tigen ebm-papst Venti­la­toren auswählen, um mit ihnen später den gewünschten Wirkungs­grad zu errei­chen und die voraus­sicht­liche Ener­gie­ein­spa­rung möglichst präzise zu prognos­ti­zieren.“

Diese Vorge­hens­weise hat sich auch im Zeit­Haus bestä­tigt: Mehrere Messungen haben ergeben, dass die Werte auf den Gerä­te­karten der alten Anlage um fünf bis 10 Prozent vom aktu­ellen Volu­men­strom abwi­chen und den Wert des stati­schen Wirkungs­grades der Anlage bei der Zuluft um 15 Prozent, bei der Abluft sogar um 20 Prozent positiv verfälschten. „Mit unseren neu gemes­senen Werten haben wir uns dann mithilfe der Auswahl-Soft­ware FanS­cout von ebm-papst für eine Lösung mit zwei FanGrid mit zwölf zuluft­sei­tigen RadiPac-Venti­la­toren und neun auf der Abluft­seite entschieden“, so Hilde­brandt.

Die von Dieter Hilde­brandt berech­neten Einspa­rungen wurden im Feld sogar noch über­troffen. Unser Pilot­pro­jekt war daher ein voller Erfolg.

Patrick Fricke, tech­ni­scher Objekt­ma­nager der Auto­stadt GmbH

Eine Rech­nung, die aufgeht

„Die von Dieter Hilde­brandt berech­neten Einspa­rungen wurden im Feld sogar noch über­troffen“, so Fricke. „Unser Pilot­pro­jekt war daher ein voller Erfolg.“ Denn durch das Retrofit haben Breuell & Hilgen­feldt, WOWI-Wickert Heizungs-, Luft-, und Klima­pro­dukte GmbH und Honey­well noch zusätz­liche Stör­stellen elimi­niert. So wurden zum Beispiel die Luft­strö­mungen über Wärme­über­trager und Schall­schluck­ku­lissen opti­miert und dadurch der Druck­ver­lust gesenkt, was zu einer Verrin­ge­rung der Leis­tungs­auf­nahme geführt hat.

Die beiden FanGrids stabi­li­sieren die Raum­luft. Denn sie sorgen für eine bessere Anströ­mung der Wärme­über­tra­gung und damit für zusätz­li­chen Leis­tungs­ge­winn. Die zuluft­sei­tigen RadiPac-Venti­la­toren errei­chen so bei einer Leis­tungs­auf­nahme von je 6 kW einen Gesamt-Volu­men­strom von 79.000 m³/h, die Venti­la­toren für die Abluft leisten insge­samt 69.750 m³/h bei je 4,45 kW Watt Leis­tungs­auf­nahme.

Garantie zum Durch­atmen

Neben dem grund­le­genden Faktor, der für ein Retrofit spricht, nämlich die Ener­gie­ef­fi­zienz, erzielte das Upgrade im Zeit­Haus viel mehr: Der paral­lele Einbau mehrerer kleiner Venti­la­toren in einem soge­nannten FanGrid erhöht die Betriebs­si­cher­heit: Gibt es Probleme mit einem Venti­lator, glei­chen die anderen die fehlende Leis­tung aus und gewähr­leisten so den konstanten Betrieb der Lüftungs­an­lage.

Und eins darf man nicht vergessen: Die Lager der alten Venti­la­toren mussten früher regel­mäßig gefettet werden. Das Fett verun­rei­nigte jedoch auch den gesamten Luft­schacht. Bei den neuen RadiPac Venti­la­toren besteht diese Gefahr nicht mehr, denn sie laufen auf wartungs­freien Lagern und sind für weitere Reini­gungs- und Wartungs­maß­nahmen gut zugäng­lich. Das sorgt ganz nebenbei für eine bessere Luft­qua­lität, über die sich nicht nur die Besu­cher freuen, die sich während ihrer Frei­zeit dort aufhalten, sondern die auch den Expo­naten gut tut. Ein Muse­ums­be­such zum Wohl­fühlen!   

 

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