© Gernot Walter

„Bedeu­tende Effi­zi­enz­ge­winne gibt’s nur noch digital“

Wer seine Venti­la­toren digital über­wacht, schöpft deren Poten­zial optimal aus, lebt sicherer und freut sich eine über eine höhere Lebens­dauer bei gerin­gerem Wartungs­auf­wand. Wie das alles funk­tioniert, erklärt Stefan Bastian, Geschäfts­führer von ebm-papst neo.


Herr Bastian, ebm-papst bietet jetzt soge­nannte Digital Services für Venti­la­toren an. Warum?

Wir haben die Venti­la­toren-Tech­no­logie in den letzten rund 20 Jahren enorm verbes­sert hinsicht­lich Ener­gie­ver­brauch und Effi­zienz. Jetzt sind wir an einem Punkt ange­langt, an dem wir mit Soft­ware größere Effi­zi­enz­ge­winne errei­chen als über die Hard­ware. Bedeu­tend größere sogar.

Über welche Größen­ord­nungen reden wir?

Etwa 15 bis 20 Prozent Ener­gie­ein­spa­rung sind fast immer erreichbar. Wir haben aber auch Projekte, bei denen die Ersparnis bei über 50 Prozent liegt. Die Imple­men­tie­rung von digi­talen Features amor­ti­siert sich oft schon nach weniger als einem Jahr, spätes­tens nach zwei. Hinzu kommt durch den sinkenden Ener­gie­ver­brauch natür­lich auch ein gerin­gerer CO₂-Fußab­druck, was für viele unserer Kunden wichtig ist.

Die Imple­men­tie­rung von digi­talen Features amor­ti­siert sich oft schon nach weniger als einem Jahr, spätes­tens nach zwei.

Stefan Bastian, Geschäfts­führer von ebm-papst neo

Das neue Zeit­alter der Luff­technik

Holen Sie das Optimum an Effi­zienz und Betriebs­si­cher­heit aus Ihren luft- oder kälte­tech­ni­schen Anlage heraus: mit Digital Services von ebm-papst.

Klingt ja super! Wie funk­tio­niert das?

Voraus­set­zung ist, dass Ihr Venti­lator ein EC-Venti­lator mit einer Modbus-Schnitt­stelle ist. Dann können wir ihn in unsere Zustands­über­wa­chung in der epCloud einbinden — sogar auch bei Fremd­fa­bri­katen. Das System erfasst Daten wie Leis­tung, Vibra­tion, Ener­gie­ver­brauch und andere. Die Cloud wertet sie aus. Dann können wir Ihnen Empfeh­lungen zum bedarfs­ge­rechten Betrieb oder zur Fehler­be­he­bung geben. Wenn der Kunde es möchte, kann das System bestimmte Venti­la­tor­werte auch auto­ma­tisch selbst regeln. Übri­gens entsteht so nebenbei ein Daten­schatz in der Cloud, mit dem wir eine KI trai­nieren, die Ihnen später weitere Vorteile bringen wird.

Wie sehen solche Empfeh­lungen zum bedarfs­ge­rechten Betrieb aus?

Die Empfeh­lungen beziehen sich auf verschie­dene Aspekte, wie etwa Effi­zi­enz­stei­ge­rung im Betrieb, das Zusam­men­spiel mehrerer Venti­la­toren oder den Zustand des Venti­la­tors. Wir schlagen dann zum Beispiel vor, die Dreh­zahl anders einzu­stellen, den Filter auf Verschmut­zung zu prüfen oder die Leis­tung inner­halb einer FanWall anders zu verteilen.

Ein physi­ka­li­scher und digi­taler Retrofit amor­ti­siert sich meist schon nach einem Jahr. Denn durch das digi­tale Moni­to­ring ergeben sich zusätz­liche Einspa­rungen von bis zu 50 Prozent. Das redu­ziert nebenbei den CO2-Foot­print erheb­lich. (Foto | ebm-papst)

Welche Vorteile gibt es noch, außer der Ener­gie­ein­spa­rung?

Mit Digital Services warten Kunden ihre Venti­la­toren bedarfs­ge­recht und effi­zient. Entspre­chende Daten helfen ihnen dabei. Das bringt Betriebs­si­cher­heit und erhöht die Lebens­dauer.

Wie kommen Kunden an die Digital Services?

Inter­es­senten melden sich einfach bei uns und können mit die ersten sein, die von Digital Services profi­tieren. Ab nächstem Jahr rollen wir sie als Lösungen aus — dann wird es noch einfa­cher.

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