© Foto | Gernot Walter/ebm-papst

Wiehern statt bellen!

Freie Atem­wege für Pferde: Ein Salz­in­ha­lator der estlän­di­schen Firma Plast­puit unter­stützt die tieri­sche Gesund­heit.


Schon im Mittel­alter wussten Mönche die heil­same Wirkung einer Salz­in­ha­la­tion zu schätzen. Der ange­rei­cherte Wasser­dampf lindert Husten, befreit eine verstopfte Schnup­fen­nase und befeuchtet gereizte Schleim­häute. Was wohl­tuend für Menschen ist, müsse auch ange­nehm für Tiere sein — das dachte sich zumin­dest ein Kunde von Plast­puit OÜ. Bislang hatte er den Salz­in­ha­lator der estlän­di­schen Firma genutzt, um seinem Asthma entge­gen­zu­wirken. Schließ­lich fragte er sich, ob es nicht auch seinem Pferd helfen könnte, ein paar tiefe Atem­züge zu nehmen. Und siehe da: Das Pferd hustete sich den Schleim von den Bron­chien.

Der Pfer­de­in­ha­lator im Einsatz.

Diese Anre­gung war für Plast­puit der Anlass gemeinsam mit seinem finni­schen Geschäfts­partner Polar Health unter­schied­liche Kompo­nenten für einen Pfer­de­in­ha­lator zu testen. Auf Grund­lage des bereits bestehenden Inha­la­tors für Menschen entwi­ckelten sie das Thera­pie­gerät für die tieri­schen Pati­enten weiter — und stat­teten das portable Atem­gerät mit einem Radi­al­ven­ti­lator von ebm-papst aus. Veiko Proos, Regio­nal­leiter ebm-papst Estland, freut sich über die Zusam­men­ar­beit und erklärt: „Der robuste Radi­al­ven­ti­lator von ebm-papst läuft sehr leise und zuver­lässig und ist deshalb fester Bestand­teil des Inha­la­tors. Anfang dieses Jahres ging das Thera­pie­gerät von Plast­puit in die Seri­en­pro­duk­tion.“

Salz-Inhalator-mit-Ventilator

Das portable Atem­gerät mit einem Radi­al­ven­ti­lator von ebm-papst.

In der Anwen­dung befreit es die Pfer­de­lungen von Schleim und Bakte­rien. Der Pfer­de­halter gibt zwei Teelöffel Salz in den unteren Zylinder des Geräts und schließt den Deckel. Per Knopf­druck wird ein Luft­strom erzeugt, der das Salz­gra­nulat im Innern des Behäl­ters aufwir­belt und erwärmt. Durch die Reibung entsteht feiner Salz­staub, der über einen Schlauch in die Maske geblasen wird. Sie lässt sich ganz einfach am Halfter befes­tigen und umgibt die Pfer­de­schnauze während der Behand­lung.

Da der Inha­lator aus hoch­wer­tigem Kunst­stoff sowie säure­festem Stahl besteht, ist er korro­si­ons­be­ständig und nach Gebrauch leicht zu reinigen. Egal ob in der Stallbox oder auf dem Hof, inha­lieren können Pferde die Salz­par­tikel fast überall — und das gänz­lich ohne Neben­wir­kungen. Die Atem­the­rapie wird häufig bei Renn­pferden einge­setzt, um die Leis­tungs­fä­hig­keit zu stei­gern. Aber auch den älteren Rössern hilft die regel­mä­ßige Behand­lung, befreit durch­zu­atmen. Beson­ders in Skan­di­na­vien schwören bereits einige Pfer­de­halter auf die effek­tive Wirkung des Salz­staubes.

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