© Lukas Zwiessele
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Hannover Messe setzt auf EC-Tech­no­logie und digi­tales Moni­to­ring

Die Deut­sche Messe AG betreibt rund 121 zentrale Lüftungs­an­lagen über das gesamte Gelände – viele davon stammen noch aus der Zeit der Expo 2000. Entspre­chend hoch sind Ener­gie­ver­brauch und Einspar­po­ten­zial. Ein Retrofit der Lüftungs­an­lagen im Pavillon 36 sorgt mit RadiPac C Perform Venti­la­toren und NEXAIRA.Fit für deut­lich mehr Effi­zienz und Trans­pa­renz im Betrieb.


Die Deut­sche Messe Hannover verfügt mit 24 Messe­hallen, vier Pavil­lons, 392.500 m² Hallen­fläche und 58.000 m² Frei­ge­lände über eines der größten Messe­ge­lände der Welt. Mit entspre­chendem Bedarf an Lüftungs­an­lagen. Ein Groß­teil davon wurde aller­dings zur Zeit der Expo 2000 instal­liert – und ist bis heute im Einsatz. Die Folge: ener­gie­fres­sende Venti­la­toren, begrenzte Regel­bar­keit und Anlagen, die selbst außer­halb von Veran­stal­tungs­zeiten oft im Dauer­be­trieb laufen – und so für noch mehr Ener­gie­ver­brauch sorgen. Das wollte die Messe ändern.

So star­tete ebm-papst neo gemeinsam mit dem Messe­be­treiber Ende 2025 eine daten­ba­sierte Analyse. Unter der Leitung von Dieter Hilde­brandt, Senior Solu­tion Engi­neer, führte das Team Messungen in mehreren Hallen durch. Viele Anlagen wurden mit inef­fi­zi­enter AC-Tech­no­logie betrieben und liefen unab­hängig vom tatsäch­li­chen Bedarf nahe Voll­last, was hohe Ener­gie­ver­luste verur­sachte. Daraus ergaben sich deut­liche Einspar­chancen – insbe­son­dere durch den Einsatz effi­zi­enter EC-Venti­la­toren und einer bedarfs­ge­rechten Rege­lung.

Gemeinsam mit Chris­tina Willers, Projekt­lei­terin HKL (Heizung, Klima, Lüftung) bei der Deut­schen Messe AG, entschied man sich für ein Pilot­pro­jekt im Pavillon 36, weil dieser ganz­jährig in Betrieb ist. Gleich­zeitig bot der Pavillon die Möglich­keit, ein über­trag­bares Konzept für weitere Hallen zu entwi­ckeln. Im März 2026 star­tete die Umset­zung. Gemeinsam mit Stephan Jend­rallek und seinem Unter­nehmen Jend­rallek Lüftungs­an­lagen wurde die bestehende Anlage moder­ni­siert.

Chris­tina Willers

Projekt­lei­tung HKL
Deut­sche Messe AG

Chris­tina Willers

Projekt­lei­tung HKL
Deut­sche Messe AG

Stephan Jend­rallek

Geschäfts­führer
Lüftungs­mon­tagen Jend­rallek

Stephan Jend­rallek

… ist Geschäfts­führer bei Lüftungs­mon­tagen Jend­rallek und über­nahm mit seinem Team den Abbau der alten Anlagen und die Montage der neuen Lösung.

Geschäfts­führer
Lüftungs­mon­tagen Jend­rallek

Dieter Hilde­brandt

Senior Solu­tion Engi­neer
ebm-papst neo

Dieter Hilde­brandt

Senior Solu­tion Engi­neer
ebm-papst neo

„Die alten Anlagen sind nicht mehr effi­zient genug“

Chris­tina Willers erklärt, warum der Pavillon 36 für ein Retrofit ausge­wählt wurde.

Zu wenig Leis­tung, zu hoher Verbrauch

Statt der erfor­der­li­chen Luft­leis­tung von bis zu 60.000 m³/h erreichten die beiden Lüftungs­an­lagen im Pavillon 36 zum Mess­zeit­punkt ledig­lich rund 47.000 m³/h. Die veral­teten AC-Venti­la­toren arbei­teten inef­fi­zient und ließen sich nicht flexibel an den tatsäch­li­chen Bedarf anpassen. Auch die unzu­rei­chende Dämmung des Gebäudes verstärkte die Verluste weiter.

„Diese Anlage läuft 24/7“

Dieter Hilde­brandt erklärt, warum der Pavillon 36 so viel Energie verbraucht.

Demon­tage in luftiger Höhe

Die Lüftungs­an­lagen befinden sich auf dem Dach des Pavil­lons – entspre­chend aufwendig gestal­tete sich die Demon­tage. Die alten AC-Venti­la­toren mussten zunächst aus dem Anla­gen­raum auf das Dach trans­por­tiert werden, bevor sie ein Kran bergen konnte.

Der Umfang des Retro­fits

Das Retrofit-Team rüstete beide Lüftungs­an­lagen mit insge­samt sechs RadiPac C Perform Venti­la­toren in den Baugrößen 500 und 560 auf. Die neuen Venti­la­toren arbeiten in einem FanGrid aus jeweils zwei und vier Venti­la­toren. Das sorgt für eine gleich­mä­ßi­gere Luft­ver­tei­lung, höhere Ausfall­si­cher­heit und eine deut­lich bessere Teil­last­fä­hig­keit. Parallel dazu wurden die Schalt­schränke erneuert und die Anlage für die digi­tale Anbin­dung vorbe­reitet.

„Wir bringen den Venti­lator am opti­malen Arbeits­punkt zum Laufen“

Dieter Hilde­brandt erklärt, welche NEXAIRA-Produkte in diesem Retrofit zum Einsatz kamen.

Alle Daten im Blick

Das NEXAIRA Dash­board macht die Anlage erst­mals voll­ständig trans­pa­rent. In Echt­zeit zeigt es Volu­men­ströme, Leis­tungs­auf­nahme und Betriebs­zu­stände der einzelnen Venti­la­toren. Auch Umge­bungs­daten wie Druck, Tempe­ratur, Feuchte oder CO₂ werden erfasst. Die Betreiber können nun Abwei­chungen früh erkennen, Betriebs­stra­te­gien gezielt anpassen und so den Ener­gie­ein­satz konti­nu­ier­lich opti­mieren.

„Das ist schon mega ener­gie­trächtig“

Chris­tina Willers über die zukünf­tige Trans­pa­renz durch NEXAIRA.Fit.

Effi­zienz, die sich rechnet

Das Retrofit im Pavillon 36 zahlt sich aus: Die jähr­li­chen Kosten­ein­spa­rungen liegen bei 20.000 Euro – bei einer Amor­ti­sa­ti­ons­zeit von unter zwei Jahren. Gleich­zeitig erreicht die moder­ni­sierte Anlage die nötige Luft­leis­tung von bis zu 60.000 m³/h, und das bei rund 11 kW gerin­gerem Ener­gie­ein­satz im Betrieb.

„Wir verspre­chen uns eine erheb­liche Ener­gie­ein­spa­rung“

Chris­tina Willers spricht über die Vorteile des Retro­fits für die Deut­sche Messe AG.

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