© ebm-papst X Adobe Firefly

RadiFlow 630: mehr Leis­tung, mehr Effi­zienz in der Klima­technik

Bei der Klima­ti­sie­rung von Gebäuden oder Rechen­zen­tren soll die Frisch­luft­zu­fuhr und Kühlung auf möglichst geringem Raum bei hoher Luft­leis­tung erfolgen. Der RadiFlow 630 trägt diesen Anfor­de­rungen mit einem neu entwi­ckelten Venti­la­to­ren­de­sign Rech­nung. Das Ergebnis: ein bis zu 10 % höherer Wirkungs­grad in der Appli­ka­tion im Vergleich zum Markt­stan­dard.


Der neue RadiFlow 630

Der Radi­al­ven­ti­lator für wenig Bauraum, nied­rige Betriebs­kosten und mehr System­ef­fi­zienz.

Der Austausch von Luft ist die Grund­lage für ein opti­males Raum­klima für Menschen und für die Kühlung von Elek­tronik. Sie ersetzt verbrauchte Luft in Gebäuden mit Publi­kums­ver­kehr oder führt große Abwär­me­mengen in Rechen­zen­tren oder Produk­ti­ons­an­lagen ab. In beiden Fällen müssen große Volu­men­ströme möglichst wirt­schaft­lich geför­dert werden. Die Venti­la­to­ren­spe­zia­listen von ebm-papst haben für solche Aufgaben ein neues Venti­la­to­ren­de­sign entwi­ckelt, das große Volumen mit hohem Wirkungs­grad auf kleinem Bauraum fördert und so viele Vorteile für moderne Klima- und Lüftungs­ge­rä­te­her­steller bietet. Der Venti­lator ermög­licht selbst in engen Luft­füh­rungen eine hohe Leis­tungs­dichte und einen turbu­lenz­armen Betrieb in FanGrids.

Opti­mierte Lauf­rad­geo­me­trie aus Verbund­werk­stoff

Klima­ti­sie­rung ist ein wesent­li­cher Kosten­faktor, wenn man die Betriebs­bi­lanz von größeren Gebäuden, Rechen­zen­tren oder Produk­ti­ons­an­lagen betrachtet. Da diese 24/7 in Betrieb sind, rechnen sich hier Inves­ti­tionen in effi­zi­en­tere Kompo­nenten schnell. Solche Anwen­dungen arbeiten typi­scher­weise bei einem geringen bis mitt­leren Gegen­druck und sollen möglichst kompakt sein (Bild 1). Der neue Venti­lator RadiFlow mit 630 mm Durch­messer ist daher mit einem strö­mungs­tech­nisch opti­mierten Laufrad ausge­stattet (Bild 2), das hohe Umfangs­ge­schwin­dig­keiten tole­riert.

Bild 1: Der RadiFlow wurde unter anderem speziell für Up-Flow-CRAH-Units entwi­ckelt. (Bild | ebm-papst)
Bild 2: Der neue RadiF­low­Ven­ti­lator mit 630 mm Durch­messer. (Bild | ebm-papst)

Als Werk­stoff wurde ein hoch­fester, glas­fa­ser­ver­stärkter Verbund­werk­stoff verwendet, wobei die komplexe Form­ge­bung durch das verwen­dete Spritz­guss­ver­fahren ermög­licht wird. Diese Schau­fel­geo­me­trie redu­ziert die Strö­mungs­ver­luste dras­tisch. Auf Basis moderner Ferti­gungs­ver­fahren wurde das Laufrad deut­lich verbes­sert und ein diago­nales 6-Schaufel-Design entwi­ckelt, welches für eine axiale Abströ­mung sorgt. Der RadiFlow 630 erreicht im opti­malen Betriebs­punkt einen bis zu 10 % höheren Wirkungs­grad in der Appli­ka­tion im Vergleich zum Markt­stan­dard (Bild 3).

Bild 3: Der RadiFlow erzielt insbe­son­dere im unteren Dreh­zahl­be­reich Ener­gie­ein­spa­rungen in der Appli­ka­tion. (1 grün: RadiFlow 630, 2 orange: Radi­al­ven­ti­lator (Wett­be­werber)) (Bild | ebm-papst)

Kompakt und lauf­ruhig

In kompakten Lüftungs­ge­räten spielt der RadiFlow seine Stärken aus. Vergleicht man das Verhalten des RadiFlow im einge­bauten Zustand mit herkömm­li­chen Radi­al­ven­ti­la­toren, so fördert er, einge­baut in eine Lüftungsbox von 910×910 mm, das volle Luft­vo­lumen ohne Leis­tungs­ab­schläge, während andere Radi­al­ven­ti­la­toren in diesem beengten Bauraum mit Leis­tungs­kor­rek­turen bedacht werden müssen. Für ein 2×2 FanGrid mit vier Venti­la­toren bedeutet das eine Platz­ein­spa­rung bis zu 40% (Bild 4). Auch die Baulänge ist deut­lich kürzer. Der hoch­ef­fi­zi­ente EC-Motor ist so in das Laufrad inte­griert, dass 30 bis 100 mm weniger benö­tigt werden. Für einen ruhigen Lauf wurde die Motor­auf­hän­gung als Spin­nen­kon­struk­tion ausge­führt.

Bild 4a: Durch dieses einzig­ar­tige Design ist der RadiFlow äußerst kompakt, so dass zum Beispiel 2×2 FanGrids bis zu 40% kleiner dimen­sio­niert werden können. (Bild | ebm-papst)

Bild 4b: Die neuen RadiFlow-Venti­la­toren eignen sich für beengte Einbau­si­tua­tionen. Die Korrek­tur­werte basieren auf internen Mess­reihen mit verschie­denen Ausfluss­quer­schnitten. (Bild | ebm-papst)

Die acht Streben wurden präzise an die Lauf­rad­geo­me­trie ange­passt und verteilen die Kräfte auf vier Monta­ge­punkte (Bild 5). Eine inte­grierte Reso­nan­zer­ken­nung in der Motor­elek­tronik iden­ti­fi­ziert während des Hoch­laufs bis zur Nenn­dreh­zahl einbau­spe­zi­fi­sche Reso­nanz­be­reiche. Diese Dreh­zahlen können im späteren Betrieb gezielt ausge­blendet oder schnell durch­fahren werden. Das schont die Lager, erhöht die Betriebs­si­cher­heit und beugt einem vorzei­tigen Ausfall des Venti­la­tors vor.

Aktive „Leis­tungs­fak­tor­kor­rektur“ mini­miert Netz­rück­wir­kungen

Eine Dreh­zahl­re­ge­lung ist für eine bedarfs­ge­rechte Klima­ti­sie­rung obli­ga­to­risch. Beim Betrieb dreh­zahl­ge­re­gelter Antriebe entstehen prin­zip­be­dingt aber immer Strom­ober­wellen. In Verbin­dung mit einer nicht ausrei­chend dimen­sio­nierten Span­nungs­ver­sor­gung können diese in kriti­schen Infra­struk­turen proble­ma­tisch werden. Die resul­tie­renden Ober­schwin­gungen führen zu einer stär­keren Belas­tung des Versor­gungs­netzes und zu Verlusten durch Blind­leis­tung. Außerdem können andere Geräte im Anla­gen­netz negativ beein­flusst werden. Für den Betreiber bedeutet das: Er muss externe Filter vorsehen, für eine ausrei­chende Blind­leis­tungs­kom­pen­sa­tion sorgen und even­tuell auf größere Leitungs­quer­schnitte achten.

Bild 5: Acht „Beine“ verteilen die Kräfte auf vier Monta­ge­punkte. (Bild | ebm-papst)
Bild 6: Die Aktiv PFC (Power Factor Correc­tion), zu Deutsch „Leis­tungs­fak­tor­kor­rektur“, verfolgt den Ansatz, Strom­ober­wellen gar nicht erst entstehen zu lassen, anstatt sie hinterher aufwendig mit zusätz­li­chen Kompo­nenten heraus­zu­fil­tern. (Bild | ebm-papst)

Netz­qua­lität im Griff – ganz ohne Zusatz­auf­wand!

Erfahren Sie im White­paper, wie inte­grierte aktive Gleich­rich­tung EC-Venti­la­toren fit für höchste Anfor­de­rungen macht.

Um störende Ober­schwin­gungen beim Paral­lel­be­trieb von EC-Venti­la­toren zu mini­mieren, hat ebm-papst schon seit Jahren eine Lösung entwi­ckelt, bei der der Strom­ober­wel­len­filter bereits inte­griert ist und solche externen Maßnahmen über­flüssig macht: die Aktiv PFC (Power Factor Correc­tion), zu Deutsch „Leis­tungs­fak­tor­kor­rektur“ (Bild 6). Sie verfolgt den Ansatz, Strom­ober­wellen gar nicht erst entstehen zu lassen, anstatt sie hinterher aufwendig mit zusätz­li­chen Kompo­nenten heraus­zu­fil­tern. Infra­struk­tur­kom­po­nenten für Energie- und Notstrom­ver­sor­gung können dadurch kleiner und somit kosten­op­ti­miert ausge­legt werden, zum Beispiel Trans­for­ma­toren und Notstrom­ge­ne­ra­toren. Die Werte, die sich mit der Aktiv PFC errei­chen lassen, sind beacht­lich: Der Leis­tungs­faktor liegt bei über 0,99, der THD(I) beträgt bei Nenn­leis­tung typisch ca. 2 % und bleibt auch nach unten bis zu 10 % der Nenn­leis­tung unter 5 %. THD(I) bedeutet Total Harmonic Distor­tion of Current und gibt das Ausmaß der Verzer­rung des Stroms an.

Effi­zient, vernetzt und zukunfts­si­cher

Die RadiFlow-Venti­la­toren sind mit Nenn­leis­tungen von 4 und 8 kW mit Passiv PFC sowie in 4 und 7 kW mit Aktiv PFC verfügbar. Sie können wahl­weise über 0-10 VDC oder MODBUS RTU gesteuert werden und sind mit inte­grierten EMV-Filtern ausge­rüstet. Sie erfüllen die rele­vanten EU-Richt­li­nien sowie inter­na­tio­nale Zulas­sungen wie UL. Darüber hinaus lassen sich externe Sensoren in die Venti­la­tor­steue­rung einbinden und für Fern­über­wa­chungs­funk­tionen nutzen. Durch den Verzicht auf kriti­sche Werk­stoffe wie Selten­erd­ma­gnete sind die Venti­la­toren ressour­cen­scho­nend und über­zeugen nicht nur im Betrieb, sondern über ihren gesamten Lebens­zy­klus hinweg durch ihre Umwelt­freund­lich­keit.

Bitte füllen Sie folgende Felder aus: Kommentar, Name & E-Mail-Adresse (Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht). Bitte beachten Sie dazu auch unsere Datenschutzerklärung.