Handgeführte Elektrowerkzeuge wurden bisher hauptsächlich mit sogenannten Wechselstrom-Reihenschlussmotoren betrieben. Diese AC-Motoren haben zwar ein gutes Lastverhalten, aber auch Probleme: sie können zum Beispiel leicht überhitzen und haben durch die Abnutzung der Kohlebürsten einen hohen Wartungsaufwand. Das sieht bei EC-Motoren anders aus, denn da wird Wechselspannung in der Kommutierungselektronik gleichgerichtet.
Aber was bedeutet das? Der Stator, der feststehende Teil des Motors, enthält die Wicklungen. Der außen herum liegende, bewegliche Rotor enthält abwechselnd gepolte Permanentmagnete. Die Wicklungen werden je nach gewünschter Drehzahl und Drehrichtung bestromt und der Rotor beginnt, sich zu drehen. Die zugrunde liegende Kommutierung funktioniert so: In Phase 1 wird so bestromt, dass an der Wicklung die gleiche Polung wie am anliegenden Rotormagneten entsteht. Phase 2 hingegen wird zum Minuspol bestromt. Durch die Abstoßung der identischen und Anziehung der unterschiedlichen Polungen entsteht die Rotation. Nun wird der Minuspol von Phase 2 an Phase 3 übergeben. Der Motor dreht sich immer weiter. Das Gute daran: es entsteht kaum ein Leistungverlust in Form von Wärme. Dadurch hat der EC-Motor einen sehr hohen Wirkungsgrad.
Neben der fehlenden Hitzeentwicklung ist der EC-Motor auch noch energiesparend und durch den wegfallenden Wartungsaufwand über die Lebensdauer günstiger. Außerdem ist er bei gleicher Leistung 25 Prozent leichter als AC Motoren. Noch dazu läuft er sehr leise. Doch das Beste: Er funktioniert als Plug&Play Lösung und benötigt weder ein Trafosteuergerät, einen Frequenzumrichter noch einen Motorschutzschalter. Trotzdem kann er in einem weit nutzbaren und gut regulierbaren Drehzahlbereich arbeiten. Klingt das nicht überzeugend?
Wie ändere ich die Drehrichtung bei einem EC Motor 400V
Guten Tag Herr Gabler, um die Drehrichtung eines 400V EC-Motors (elektronisch kommutierter Motor) zu ändern, müssen Sie die Ansteuerung der Motorwicklungen durch die Motorsteuerung ändern. Bei EC-Motoren erfolgt dies elektronisch, ohne mechanische Umschaltung der Anschlüsse.
Mit freundlichen Grüßen, das mag-Team
Müssen bzw. können die EC-Ventilatoren eingeregelt werden?
Gute Tag Herr Bergemann,
ja, EC-Ventilatoren können stufenlos elektronisch geregelt werden – das ist sogar einer ihrer Hauptvorteile. Die Drehzahl lässt sich über analoge Signale (z. B. 0–10 V, PWM) oder digitale Schnittstellen wie MODBUS anpassen. Dadurch entfällt eine mechanische Einregulierung, und die Luftförderleistung kann exakt dem Bedarf angepasst werden – für maximale Energieeffizienz und Komfort im Betriebsoptimum.
Bei weiteren Fragen, wenden Sie sich gerne direkt an uns unter tradepress@de.ebmpapst.com
Mit freundlichen Grüße, das mag-Team