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Effi­zi­ente Pellet­hei­zung: Mit Zero zum Hero

ÖkoFEN ist Spezia­list für Pellet­hei­zungen. Der neueste Clou: die flam­men­lose und emis­si­ons­freie Verbren­nung „Zero­Flame“.


Erfin­der­geist steckt in den Wurzeln des öster­rei­chi­schen Fami­li­en­un­ter­neh­mens ÖkoFEN: 1997 bringt Firmen­gründer Herbert Ortner die erste typen­ge­prüfte Pellet­hei­zung der Welt auf den Markt. Da­raufhin folgt die Pellets-Brenn­wert­technik, die das heiße Abgas kühlt, die Energie zurück­führt und auch Emis­sionen redu­ziert. Heute schlägt das aktu­elle Produkt, die Pellematic Condens, seinen Vorgänger mit einem 15-Prozent-Plus an Effi­zienz und einem bisher uner­reichten Wirkungs­grad von 98,7 Prozent.

Was ÖkoFEN also antreibt? Sich selbst auf so einem hohen Niveau nicht auszu­ruhen, sondern weiter voran­zu­gehen, um das aller­letzte Quänt­chen an Effi­zienz und Sauber­keit aus seinen Pellet­heiz­sys­temen raus­zu­kit­zeln. Auf zur Null-Emis­sion!

Wir haben die Emis­sionen unserer Produkte über die Jahre immer stärker redu­ziert.

Stefan Ortner, CEO von ÖkoFEN

„Wir arbeiten für die Ener­gie­wende“, sagt Stefan Ortner, CEO von ÖkoFEN. „Wir haben die Emis­sionen unserer Produkte über die Jahre immer stärker redu­ziert. Mit der neuen Tech­no­logie Zero­Flame haben wir es jetzt sogar geschafft, dass sie sich nur noch mit High­tech-Mess­ge­räten im Labor nach­weisen lassen.“ Mit Zero­Flame nimmt sich ÖkoFEN des heiß disku­tierten Themas der Partikel- bezie­hungs­weise Staub­emis­sionen an. Denn zur Luft­rein­hal­tung werden immer nied­ri­gere Emis­si­ons­werte gefor­dert.

Mit dem Pellematic Condens und der Zusatz­op­tion Zero­Flame liegt der Staub­emis­si­ons­wert im Jahr durch­schnitt­lich bei nur zwei mg/m3 (bezogen auf 13 Prozent Sauer­stoff). Auch der Vergleich mit anderen Fein­staub­quellen zeigt: Jähr­lich fällt nur ein Zehntel dessen an, was allein der Reifen­ab­rieb eines durch­schnitt­li­chen Pkw verur­sacht. Die Null-Emis­sion ist also zum Greifen nah.

Feuer neu erfinden

Doch wie funktioniert’s? Zero­Flame setzt direkt in der Verfeue­rung an. Das heißt, im Prozess entsteht erst gar nicht das, was teure Parti­kel­filter später wieder raus­fil­tern müssen: Sie ist — wie der Name schon sagt — flammen- und damit auch emis­si­onslos. Für die Verbren­nung der Pellets reicht allein die entste­hende Hitze aus. Der Clou sind ein neues, x-förmiges Flamm­rohr­de­sign und die unter­teilte Rück­füh­rung der Abluft.

„Wir führen die Abluft zu einem Teil erneut der Zuluft von unten her zu“, erklärt Stefan Ortner. „Zu einem anderen Teil inji­zieren wir sie von oben her direkt in die Hoch­tem­pe­ra­tur­zone unserer Brenn­kammer.“ Das rich­tige Verhältnis der Zufüh­rung von unten und oben ist hierbei entschei­dend, damit eine Flamme gar keine Chance hat, zu entstehen. Was es dafür brauchte, war ein Gebläse, das die jewei­ligen Zugver­hält­nisse präzise regelt.

Die Inno­va­tion bei Zero­Flame ist zum einen das spezi­elle Flamm­rohr­de­sign und zum anderen die unter­teilte Rück­füh­rung der Verfeue­rungs­ab­luft. Diese Abluft wird der Primär­luft zuge­führt und in die Hoch­tem­pe­ratur-Ausbrand­zone inji­ziert. Die Folge: mini­male Emis­si­ons­werte dank speziell entwi­ckelter Luft­strö­mung — ganz ohne Filter. (Grafik | ÖkoFEN)

Effi­zienz sucht Effi­zienz

„Das Thema Effi­zienz war uns schon immer wichtig. Deswegen arbeiten wir seit Jahr­zehnten mit ebm-papst zusammen“, erläu­tert Stefan Ortner die Zusam­men­ar­beit. „Denn die hoch­ef­fi­zi­enten Bauteile des Unter­neh­mens wirken sich positiv auf den Strom­ver­brauch unserer Geräte aus. Da greift ein Rad ins andere.“ In jedem Pellematic Condens findet sich also Technik von ebm-papst: beispiels­weise in Form des Getrie­be­mo­tors, der im Pellet­brenner die Förder­schnecke antreibt.

Sonder­ent­wick­lung Saug­zug­ge­bläse

Bei der Zero-Flame-Tech­no­logie entschied sich ÖkoFEN gemeinsam mit ebm-papst für eine zusätz­liche Sonder­ent­wick­lung: ein EC-Saug­zug­ge­bläse mit spezi­eller Soft­ware, das sich einer­seits für die jewei­ligen Zugver­hält­nisse genau so regeln lässt, wie es die Luft­strö­mung erfor­dert, und ande­rer­seits die bei der Verbren­nung entste­henden Rest­ab­gase ins Freie zieht.

„Die EC-Technik ist dafür beson­ders gut geeignet, da sie äußerst effi­zient und regelbar ist. Das beginnt bereits bei zehn Prozent Leis­tung“, erklärt Projekt­ko­or­di­nator Thorsten Hartl, ebm-papst Motoren & Venti­la­toren GmbH in Öster­reich, und ergänzt: „Außerdem arbeitet sie sehr leise.“ Denn der Kamin des Pellet­kes­sels verläuft inner­halb des Hauses, die Strö­mungs­ver­hält­nisse im Saug­zug­ge­häuse müssen optimal sein, damit sich die Luft leise darin bewegt. Laufrad und Spiral­ge­häuse wurden dafür entspre­chend geräusch­optimiert.

Die EC-Technik ist für dieses Produkt beson­ders gut geeignet, da sie äußerst effi­zient und regelbar ist.

Thorsten Hartl, ebm-papst Motoren & Venti­la­toren GmbH in Öster­reich

Hinzu kommen die höheren Anfor­de­rungen der Brenn­wert­technik an die Bauteile: Die abge­kühlte Abluft trifft als Konden­sat­feuchte auf die kühleren Ober­flä­chen. Dadurch können sich Abla­ge­rungen bilden. Um dem entge­gen­zu­wirken, ist es gerade beim Lüfterrad sehr wichtig, dass die Bauform hierzu passt. „Was in diesem Fall jedoch am spezi­fischsten war, ist die Posi­tion des Motors“, sagt Hartl. „Schwe­fel­hal­tige Gase und hohe Tempe­ra­turen gefährden ihn, wenn er direkt im Luft­strom sitzt. Daher ist der Motor mit einer Welle außer­halb des Luft­stroms ange­bracht.“

Stefan Ortner betont die Bedeu­tung der Zusam­men­ar­beit mit ebm-papst: „Für unsere Pionier­ar­beit ist es ganz entschei­dend, dass wir einen Partner haben, der sich gemeinsam mit uns traut, Dinge zu entwi­ckeln, die vorher noch niemand gemacht hat. Wenn mein Sohn 30 ist, wird er die Folgen des Klima­wan­dels spüren. Ich möchte ihm dann sagen können, dass wir alles Menschen­mög­liche getan haben, um das Klima zu schützen.“ Wir sind also gespannt, was als nächster Inno­va­ti­ons­schritt folgt. 

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