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Radiallüfter für NoFrost-System macht manuelles Abtauen überflüssig

Radiallüfter für NoFrost: Kühl- und Gefrierkombination mit mehr Nutzraum bei besserem Zugriff


Kühlschränke haben in der Küche längst ihren festen Platz gefunden. Sie erleichtern die Vorratshaltung und sorgen dafür, dass viele Lebensmittel länger frisch bleiben. Leider haben konventionelle Kühlschränke auch Nachteile, so müssen oft Kompromisse bei der Kühltemperatur unterschiedlicher Waren wie Fleisch und Gemüse eingegangen werden. Eisbildung am Verdampfer im Gefrierfach muss über manuelles Abtauen entfernt, das Kühl- und Gefriergut währenddessen anderweitig untergebracht werden. Ein neues Konzept für Kühl-Gefrier-Kombinationen mit integriertem Lüfter garantiert hier Abhilfe. Bessere Temperaturverteilung und kein Vereisen der eingelagerten Waren im Gefrierabteil sind so möglich. Eine Abtauautomatik erübrigt zusätzlich noch den bisherigen Wartungsaufwand.

Lebensmittel altern, das heißt, sie zersetzen sich chemisch in andere Bestandteile. Eine Faustregel der organischen Chemie lautet je 10 °C Temperaturerhöhung verdoppelt sich die Reaktionsgeschwindigkeit. Senkt man die Temperatur also ab, halten sich viele Waren länger frisch. Da Lebensmittel wie Obst oder Gemüse aber noch „leben“ darf die Temperatur nicht zu niedrig werden, wohl jeder weiß, dass Kartoffeln, „süß“ schmecken, wenn sie Frost abbekommen haben. Eine optimale Temperaturführung für jedes Kühlgut ist daher anzustreben. Der Spezialist für Weiße Ware, Siemens, ist mit seiner neuen Reihe von Einbaukaltgeräten genau auf diese Problematik eingegangen. Die neuen Geräte kühlen exakt auf den Punkt und vermeiden dabei dank NoFrost-Automatik die Bildung von lästigem Eis. Für die ideale Luftumwälzung sorgt ein speziell angepasster Lüfter. Um diese Komponenten optimal an die Verhältnisse anpassen zu können, nahmen die Entwickler die Motoren- und Lüfterexperten von ebm-papst aus Landshut mit ins Boot. So entstand ein neues NoFrost-Gebläsekonzept, das das Gefrierabteil zuverlässig eisfrei hält.

Kühlen nach Maß

Neuer Radiallüfter von ebm-papst Landshut für NoFrost-System

Energiesparen ist das Gebot der Stunde. Die neuen Kühlgeräte arbeiten daher in der Klasse A++. Eine verbesserte Isolierung in Verbindung mit einem neuen Kühlkonzept erlaubt trotzdem einen großen Nutzraum für das Kühlgut. Der Kühlraum ist flexibel auf die jeweiligen Kühlgutmengen anzupassen, stufenlos einstellbare easyLift Glasplatten und flexible Türabsteller passen sich dem einzulagernden Gut an. Eine sensorgesteuerte Kühlung regelt das hochmoderne Kühlsystem in seiner Leistung automatisch nach. So werden neu eingelagerte Waren schnell auf die nötige Lagertemperatur gebracht und das Auftauen bereits tiefgekühlter Produkte verhindert. Eine moderne LED-Beleuchtung vermeidet unnötige Wärme im Kühlraum und spart so zusätzlich bei den Stromkosten.

Auch die beste Neuerung kann aber physikalische Gegebenheiten nicht ändern. Warme Luft enthält immer mehr Wasserdampf als kalte. In der Natur bedeutet das bei Luftabkühlung Nebel oder Regen, im Kühlschrank Kondensatbildung. Vor allem im Gefrierabteil lagert sich dann das kondensierte Wasser auf allen kalten Flächen als Eisschicht ab. Man kann diesen Effekt nicht vermeiden, wohl aber steuern! So entwickelten die Kühlexperten von Siemens zusammen mit ebm-papst Landshut eine optimale Kombination aus Luftführung und NoFrost-Gebläse im Inneren des Gefrierabteils. Die eingedrungene warme Luft wird so schnell an die dazu bestimmte extra kalte Verdampferfläche herangeführt. Dort verliert sie durch Kondensation ihr überschüssiges Wasser. Das Gefriergut und restliche Geräteoberflächen bleiben so kondensat- und eisfrei.

Lüfter sorgt für dynamische Kühlung

Lüfter vor Ort saugt feuchtwarme Luft über den kalten Verdampfer zur Entfeuchtung

Im Inneren des Gefrierabteils sitzt ein speziell auf diese Anwendung hin optimierter Lüfter. Er saugt die feuchtwarme Luft über die kalte Verdampferoberfläche und erzeugt so einen Umluftstrom. Dort kondensiert der Wasserdampf aus und erstarrt sofort zu Eis. Die getrocknete Luft tritt dann in bestimmten Bereichen des Kühlgerätes gezielt aus, um eine perfekte Temperaturschichtung zu erreichen. Am Gefriergut erwärmt sie sich leicht und nimmt minimale Feuchtemengen während des normalen Kühlvorganges auf und lagert diese dann am Verdampfer ab. Ergebnis: der Innenraum bleibt konstant kondensat- und eisfrei. Ist der Verdampfer dann vereist, wird er automatisch abgetaut, das Kondensatwasser abgeführt und das Spiel beginnt von Neuem.

Die neue Motorenplattform BG15 überzeugt durch besonders kleine Einbaumaße und arbeitet bei tiefen Temperaturen mit geringstem Stromverbrauch

An den eingesetzten Lüfter stellt eine solche Anwendung naturgemäß hohe Anforderungen. Optimales aerodynamisches Design und ein flüsterleiser Antrieb sind gefordert. Daneben sind lange Lebensdauer, die bei modernen Geräten deutlich über 10 Jahren liegt und sparsamster Umgang mit der Energie gefragt, denn der Antriebsmotor sitzt ja im kalten Bereich. Abwärme, die dort nicht entsteht, muss auch nicht wieder weggekühlt werden. Die Lüfterexperten lösten das Problem der Aerodynamik in zahlreichen Prüfstandsversuchen. Um auch den Antrieb ideal abstimmen zu können, setzen sie auf ein neues Motorenkonzept, dem BG15. Der Antrieb ist speziell auf die Erfordernisse für den Betrieb bei tiefen Temperaturen und auf geringsten Stromverbrauch hin optimiert bei gleichzeitig besonders kleinen Einbaumaßen. Dadurch misst der gesamte Radiallüfter nur ca. 135 mm x 64 mm (Durchmesser x Höhe), was einen Gewinn an Nutzraum im Gefrierabteil ermöglicht.

Neue Motorplattform BG15

Bei der neuen Motorenplattform BG15 handelt es sich um einen bürstenlosen Gleichstrommotor. Dieser ist für unterschiedliche Spannungen ausgelegt. Im vorliegenden Fall wird der Ventilator mit 9 VDC betrieben. Andere Spannungsvarianten (12 VDC oder 24 VDC) sind ebenfalls möglich. Durch die Verfügbarkeit in verschiedenen Motorbauhöhen wird ein breiter Leistungsbereich abgedeckt, so dass die Motorbaureihe vielseitig einsetzbar ist (auch über den Bereich der Haushaltskühlgeräte hinaus). Die Motorelektronik lässt sich an die unterschiedlichsten Kundenwünsche anpassen. Die Antriebe lassen sich z. B. leicht für unterschiedliche Kühlkonzepte in der Drehzahl regulieren. Durch die interne Drehzahlregelung hält der Motor die eingestellte Drehzahl konstant ein. Verschiedene Konzepte zur Drehzahlregelung können angeboten werden. Die Lagerung und Schmierung der Welle ist extra auf die tiefen Temperaturen und eine lange Betriebsdauer hin abgestimmt. Gleichzeitig vermindern die spezielle Lagerung und eine optimal abgestimmte elektrische Auslegung den Leistungsbedarf des Motors, was die Leistungsbilanz des Kühlgerätes verbessert.

Durch seine spezielle Konstruktion und seine äußerst kleinen Abmaße lässt sich der Motor platzsparend in den jeweiligen Lüfteraufbau integrieren

Durch seine spezielle Konstruktion und seine äußerst kleinen Abmaße lässt sich der Motor platzsparend in den jeweiligen Lüfteraufbau integrieren. Alle wichtigen Parameter werden während der Entwicklung und später bei der Qualitätskontrolle im hauseigenen Prüflabor der ebm-papst-Gruppe in der Praxis überprüft. So sind die Leistungswerte für Lebensdauer, Leistungsaufnahme oder Luftmenge und Druckerhöhung nicht nur theoretische Werte, sondern auch in der Praxis verifizierbare Angaben. Der Anwender kann sich daher sicher sein, dass die Werte auch bei seinem Produkt abrufbar sind.

Fazit

Verbesserungen im Kühlbereich erfordern neue Verfahren und Lösungen. Für eine gleichmäßige oder auch gestufte Temperaturverteilung eignet sich eine interne Luftumwälzung besonders gut. Zusätzlich kann man so das lästige Kondensatproblem und die Eisbildung im Froster vermeiden. Auf die besonderen Verhältnisse im tiefen Temperaturbereich und die Betriebsgeräuschvorgaben für Haushaltsgeräte angepasste Lüfterlösungen sind dabei das Mittel der Wahl.

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