Bei der Brandfrüherkennung zählt jede Sekunde – sei es in Rechenzentren, Museen oder Logistikhallen. Greift hier ein Feuer um sich, steht viel auf dem Spiel. Flammen, Ruß und Löschmittel zerstören wichtige Daten, Kunstwerke und Güter – im schlimmsten Fall sind Menschenleben gefährdet. Die Ansaugrauchmelder der SecuriSmoke ASD 2000 Produktfamilie von Securiton helfen dabei, das zu verhindern: Sie erkennen einen Brand direkt, wenn er entsteht, und zwar an den ersten Rauchpartikeln. „Dafür saugen unsere Ansaugrauchmelder ständig Luft über ein bis zu 700 Meter langes Rohrnetz an“, erklärt Hakan Sahin, Hardwareentwicklungsingenieur und Systemarchitekt bei Securiton. Das Unternehmen mit Sitz in der Schweiz entwickelt ganzheitliche und integrierte Sicherheitslösungen. Die aktive Brandfrüherkennung zählt dabei zu den zentralen Geschäftsfeldern. „Im Gegensatz zu passiven Rauchwarnmeldern warten Ansaugrauchmelder nicht, bis der Rauch unter die Decke steigt. Sie holen sich die Luft aktiv aus der Umgebung und können damit Brände frühzeitig und innerhalb großer Bereiche ausfindig machen.“

Licht macht Rauch sichtbar
Doch wie erkennt ein Ansaugrauchmelder zuverlässig, ob Rauch in der Luft liegt? Dafür steckt in jedem Ansaugrauchmelder ein Sensor, der nach dem Streulichtprinzip arbeitet: Die angesaugte Luft strömt durch eine Messkammer, in der Licht auf die enthaltenen Partikel trifft. Rauchpartikel verändern die Lichtstreuung auf eine besondere Weise, und das erfasst der Sensor. Der vorgelagerte interne Centrifugal Separator Filter (CS-Filter) trennt größere Staub- von kleineren Rauchpartikeln, sodass nur die kleineren Partikel in die Messkammer gelangen. „So erkennen unsere Ansaugrauchmelder Rauch zuverlässig und verhindern ungewollte Täuschungsalarme“, ergänzt Hakan Sahin.
0 m²
große Bereiche
überwachen
Für jede Fläche das passende Gerät
Die Ansaugrauchmelder von Securiton überwachen die Luft in unterschiedlichsten Einsatzbereichen, von Serverräumen bis zu großen Lagerhallen. Deshalb besteht die SecuriSmoke ASD 2000 Produktfamilie aus drei Varianten. „Unser ASD 2001 ist für kleinere Flächen bis zu 3.000 Quadratmeter ausgelegt und arbeitet mit einem Rohranschluss und einem Rauchsensor. Der ASD 2002 nutzt zwei Rohranschlüsse und zwei unabhängige Rauchsensoren. Und beim ASD 2004 kommen vier Rohranschlüsse zum Einsatz. Jeweils zwei davon führen zu zwei Rauchsensoren. Damit lassen sich deutlich größere oder aufgeteilte Bereiche von bis zu 5.760 Quadratmetern überwachen“, sagt Hakan Sahin.

Außerdem überwacht der Ansaugrauchmelder laufend den Luftstrom im Rohrnetz. Dafür setzt Securiton auf Ultraschallsensorik. Verändert sich der Luftstrom, kann das auf eine Störung im Rohrsystem hindeuten, etwa auf einen Rohrbruch oder eine verstopfte Ansaugöffnung. Dadurch erkennt das System nicht nur Rauchpartikel, sondern behält auch den Zustand des Rohrnetzes im Blick.
Ohne Lüfter geht nix
Damit der Ansaugrauchmelder funktioniert, braucht er noch eine weitere zentrale Komponente. Hakan Sahin erklärt: „Das Herzstück ist der Lüfter. Er saugt die Luft an und leitet sie durch das Rohrnetz bis zum Rauchsensor. So macht er das Prinzip der aktiven Brandfrüherkennung überhaupt erst möglich.“ Entsprechend hoch sind die Anforderungen an den Lüfter: „Er muss vor allem sehr leistungsfähig sein, um die Rauchpartikel ausreichend schnell zu den Rauchsensoren zu befördern. Zudem waren uns während der Entwicklung ein hoher Wirkungsgrad und die Kompaktheit wichtig, damit der Lüfter in den knappen Bauraum des Ansaugrauchmelders passt.“
„Wir haben den Lüfter auf den für uns relevanten Drehzahlbereich von 7.000 bis 20.000 Umdrehungen pro Minute ausgelegt.“
Hakan Sahin, Hardwareentwicklungsingenieur und Systemarchitekt bei Securiton
Der RVE45 von ebm-papst liefert dafür die optimale Basis. Mit einer Stirnfläche von rund 65 mal 65 Millimetern bringt der Radiallüfter ordentlich Leistung auf kleinem Raum. Sein dynamischer EC-Innenläufermotor erreicht hohe Drehzahlen und reagiert schnell auf wechselnde Druckverhältnisse. Für den Einsatz in der SecuriSmoke ASD 2000 Produktfamilie blieb es allerdings nicht beim Serienprodukt. Securiton und ebm-papst stimmten den RVE45 gemeinsam auf die Anwendung ab. „Wir haben den Lüfter auf den für uns relevanten Drehzahlbereich von 7.000 bis 20.000 Umdrehungen pro Minute ausgelegt sowie die Lagertechnik und die elektrische Schnittstelle für unsere Anwendung optimiert“, erläutert Hakan Sahin. Dazu führten beide Unternehmen auch umfangreiche Tests durch, um die einzelnen Anforderungen Schritt für Schritt umzusetzen. Besonders anspruchsvoll war dabei der Temperaturbereich. Der RVE45 soll bei – 30 Grad Celcius genauso zuverlässig laufen wie bei + 60 Grad Celcius und das über eine lange Lebensdauer. Die Lösung: ein spezielles Tieftemperatur-Lagerfett.

Wenn Brandschutz kaum zu hören ist
Neben Saugkraft, Energieeffizienz und kompakter Bauweise spielt auch die Geräuschentwicklung eine Rolle. Vor allem dort, wo sich Menschen lange aufhalten. „Ein gutes Beispiel sind Museen. Hier wollen die Besucher Kunst und Kultur erleben und nicht die Brandmeldeanlage hören“, sagt Hakan Sahin. Deshalb haben sich Securiton und ebm-papst nicht nur für einen besonders leisen Lüfter entschieden, sondern auch dessen Einbausituation geräusch- und vibrationsarm gestaltet. Das Ergebnis: Bei niedrigster Drehzahl kommen die Ansaugrauchmelder auf einen Schalldruckpegel von rund 21 Dezibel. Das ist sogar leiser als ein Flüstern. Damit bleiben die Ansaugrauchmelder der SecuriSmoke ASD 2000 Produktfamilie akustisch im Hintergrund und meldet sich nur, wenn es drauf ankommt. Für Menschen in Rechenzentren, Museen oder Logistikhallen heißt das vor allem, früh Bescheid zu wissen, wenn Rauch entsteht. Das verschafft wertvolle Zeit für die Alarmierung und Evakuierung.

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