Moderne Bogenoffsetmaschinen reagieren äußerst sensibel auf Temperaturschwankungen und Luftfeuchtigkeit. Bereits geringe Abweichungen können das Papierverhalten verändern – es dehnt sich aus, wellt sich oder nimmt Farbe ungleichmäßig auf. „Wenn Temperatur oder Feuchte nicht stimmen, leidet sofort die Qualität“, erklärt Christoph Herzog, Geschäftsführer der Druckerei Mayr Miesbach GmbH in Bayern. „Wir müssen präzise arbeiten – und dazu gehört eine ebenso präzise Belüftung.“
Modernste Technik
Die neue Bogenoffsetmaschine Rapida 106 macht ihrem Namen alle Ehre. In der hochmodernen Druckerei Mayr im bayerischen Miesbach wirft die Druckmaschine bis zu 18.000 Bogen pro Stunde aus.
Präzises Klima, präzise drucken
Damit sie verschiedenste Papiersorten mit brillanten Farben in bester Qualität bedrucken kann, braucht es allerdings ein stabiles Raumklima.
Starke Partner von der Idee bis zur Umsetzung
Als Peter Berberski, Vertriebsingenieur beim Spezialisten für Gebäudeautomation Kieback&Peter, wegen eines defekten Schaltschranks die Druckerei besucht, fällt ihm auch die veraltete Lüftungsanlage auf. Er wendet sich an den Retrofit-Experten Dieter Hildebrandt von Breuell & Hilgenfeldt, dem Service Center von ebm-papst. Die beiden kennen sich seit Jahren über das jährlich in Rosenheim stattfindende Fachforum Energie und wissen, dass sich ihre Kompetenzen ideal ergänzen. „Wie bei der Druckerei Mayr sind wir bei vielen Kunden direkt an den Anlagen und erkennen, wo Modernisierung sinnvoll und notwendig ist“, sagt Berberski. „Gemeinsam mit Breuell & Hilgenfeldt können wir solche Projekte ganzheitlich umsetzen – von der Hocheffizienzregelung bis zum energieeffizienten Ventilator.“
Häufig ist es auch möglich, für eine Modernisierung eine Förderung zu erhalten, Das war auch bei der Druckerei Mayr der Fall, da sämtliche Voraussetzungen, wie beispielsweise der energieeffiziente Umbau der Lüftung und die Modernisierung der Regelungstechnik, gegeben waren. Die Förderung wurde über eine Fördermittelpartnerschaft seitens Kieback&Peter für die gesamte Maßnahme beantragt und erfolgreich umgesetzt.

Christoph Herzog, Geschäftsführer der Mayr Miesbach GmbH (Foto | Stefan Hobmaier/Fotogloria)
Alte Technik, hohe Last
Von Energieeffizienz waren die bei der Druckerei Mayr verbauten Ventilatoren meilenweit entfernt. Die rund 40 Jahre alte, riesengroße riemengetriebene Ventilatoreinheit war ein regelrechter Stromfresser. „Die Lüftung läuft in der Druckerei praktisch die ganze Zeit, rund 8.700 Stunden jährlich und das bei nur 30 bis 40 Prozent Wirkungsgrad und keiner Möglichkeit, sie bedarfsgerecht zu regeln“, berichtet Hildebrandt. „Da musste dringend etwas passieren.“
Davon konnte Peter Berberski auch die Geschäftsführer der Druckerei, Christoph und Ulrich Herzog, überzeugen. „Als regional verwurzeltes Familienunternehmen legen wir großen Wert auf nachhaltiges Arbeiten. Ein Retrofit, das den Energieverbrauch und CO₂-Ausstoß deutlich reduziert passt perfekt zur Unternehmensphilosophie. Und wenn sich das dann auch noch finanziell bemerkbar macht, ist es umso besser“, erklärt Christoph Herzog schmunzelnd.
Das Konzept von Berberski und Hildebrandt sah neben dem Austausch des defekten Schaltschranks, die Erneuerung der Steuerung sowie die Optimierung der Lüftung vor. Für frischen Wind sollte der Einbau zweier FanGrid mit jeweils sechs RadiPac 3 Radialventilatoren sorgen. Die parallel geschalteten RadiPac Einheiten erhöhen nicht nur die Effizienz, sondern auch die Betriebssicherheit: Fällt ein Ventilator aus, gleichen die übrigen die Leistung automatisch aus.
Ganz schön schwer
Der Ausbau der alten Anlage war Schwerstarbeit. „Die alte Lüftereinheit wog fast eine Tonne“, erzählt Stephan Jendrallek von der ausführenden Stephan Jendrallek Lüftungsmontagen GmbH.
Ohne Kran geht nichts
Der Brocken bei Mayr war die bisher größte Herausforderung für sein Team. „Wir mussten die Lüftereinheit auf engstem Raum zunächst komplett zerlegen und anschließend mit dem Kran herausheben.“
Plug-and-Play machts leicht
So schwierig der Ausbau der alten Anlage war, so einfach war die Montage der neuen, denn die FanGrid sind komplett vormontiert, erklärt Stephan Jendrallek: „So können wir die Ventilatoren per Plug-and-Play einsetzen.“
Schnell erledigt
Dass die Lüftungsanlage nur kurz außer Betrieb war, lag auch am guten Timing: „Der Oktober ist ideal – weder zu heiß noch zu kalt“, sagt Jendrallek. „Nach drei Tagen lief die Anlage wieder.“
Perfektes Klima, geringere Kosten
Die neuen RadiPac Ventilatoren arbeiten leise, hygienisch und – dank fehlender Keilriemen – wartungsarm. Durch ihren höheren Wirkungsgrad halbiert sich die elektrische Leistungsaufnahme und so sinkt der Energieverbrauch um rund 50 Prozent. „Vielen unserer Kunden ist gar nicht bewusst, wie viel sie durch die Erneuerung ihrer Lüftungsanlage sparen können“, erklärt Berberski und Hildebrandt stimmt ihm zu:

Für uns zahlt sich das Retrofit aus. Es ist der beste Beweis, dass sich Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit perfekt verbinden lassen.
Christoph Herzog, Geschäftsführer der Mayr Miesbach GmbH
„Kaum ein Betreiber weiß, welche Energieschleuder in seiner alten Lüftung steckt. Wer modernisiert, spart sofort – und das dauerhaft.“ Christoph und Ulrich Herzog bereuen daher ihre Investition nicht: „Für uns zahlt sich das Retrofit aus. Wir sparen nicht nur Energie, sondern haben auch unsere Produktionsbedingungen optimiert. Das ist für uns der beste Beweis, dass sich Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit perfekt verbinden lassen.“
Schreiben Sie einen Kommentar