© Stefan Hobmaier / Fotogloria
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Frische Luft, frischer Druck

In der Mayr Mies­bach GmbH sorgt ein Retrofit für mehr Ener­gie­ef­fi­zienz, Ausfall­si­cher­heit und Prozess­sta­bi­lität. Ein Projekt­team von Breuell & Hilgen­feldt sowie Kieback&Peter konzi­pierte eine Lösung, die zeigt, dass sich die Moder­ni­sie­rung der Lüftungs­an­lagen sofort lohnt.


Moderne Bogen­off­set­ma­schinen reagieren äußerst sensibel auf Tempe­ra­tur­schwan­kungen und Luft­feuch­tig­keit. Bereits geringe Abwei­chungen können das Papier­ver­halten verän­dern – es dehnt sich aus, wellt sich oder nimmt Farbe ungleich­mäßig auf. „Wenn Tempe­ratur oder Feuchte nicht stimmen, leidet sofort die Qualität“, erklärt Chris­toph Herzog, Geschäfts­führer der Druckerei Mayr Mies­bach GmbH in Bayern. „Wir müssen präzise arbeiten – und dazu gehört eine ebenso präzise Belüf­tung.“

Modernste Technik

Die neue Bogen­off­set­ma­schine Rapida 106 macht ihrem Namen alle Ehre. In der hoch­mo­dernen Druckerei Mayr im baye­ri­schen Mies­bach wirft die Druck­ma­schine bis zu 18.000 Bogen pro Stunde aus.

Präzises Klima, präzise drucken

Damit sie verschie­denste Papier­sorten mit bril­lanten Farben in bester Qualität bedru­cken kann, braucht es aller­dings ein stabiles Raum­klima.

Starke Partner von der Idee bis zur Umset­zung

Als Peter Berberski, Vertriebs­in­ge­nieur beim Spezia­listen für Gebäu­de­au­to­ma­tion Kieback&Peter, wegen eines defekten Schalt­schranks die Druckerei besucht, fällt ihm auch die veral­tete Lüftungs­an­lage auf. Er wendet sich an den Retrofit-Experten Dieter Hilde­brandt von Breuell & Hilgen­feldt, dem Service Center von ebm-papst. Die beiden kennen sich seit Jahren über das jähr­lich in Rosen­heim statt­fin­dende Fach­forum Energie und wissen, dass sich ihre Kompe­tenzen ideal ergänzen. „Wie bei der Druckerei Mayr sind wir bei vielen Kunden direkt an den Anlagen und erkennen, wo Moder­ni­sie­rung sinn­voll und notwendig ist“, sagt Berberski. „Gemeinsam mit Breuell & Hilgen­feldt können wir solche Projekte ganz­heit­lich umsetzen – von der Hoch­ef­fi­zi­enz­re­ge­lung bis zum ener­gie­ef­fi­zi­enten Venti­lator.“

Häufig ist es auch möglich, für eine Moder­ni­sie­rung eine Förde­rung zu erhalten, Das war auch bei der Druckerei Mayr der Fall, da sämt­liche Voraus­set­zungen, wie beispiels­weise der ener­gie­ef­fi­zi­ente Umbau der Lüftung und die Moder­ni­sie­rung der Rege­lungs­technik, gegeben waren. Die Förde­rung wurde über eine Förder­mit­tel­part­ner­schaft seitens Kieback&Peter für die gesamte Maßnahme bean­tragt und erfolg­reich umge­setzt.

„Ein Retrofit, das den Ener­gie­ver­brauch und CO₂-Ausstoß deut­lich redu­ziert passt perfekt zur Unter­neh­mens­phi­lo­so­phie.“

Alte Technik, hohe Last

Von Ener­gie­ef­fi­zienz waren die bei der Druckerei Mayr verbauten Venti­la­toren meilen­weit entfernt. Die rund 40 Jahre alte, riesen­große riemen­ge­trie­bene Venti­la­tor­ein­heit war ein regel­rechter Strom­fresser. „Die Lüftung läuft in der Druckerei prak­tisch die ganze Zeit, rund 8.700 Stunden jähr­lich und das bei nur 30 bis 40 Prozent Wirkungs­grad und keiner Möglich­keit, sie bedarfs­ge­recht zu regeln“, berichtet Hilde­brandt. „Da musste drin­gend etwas passieren.“

Davon konnte Peter Berberski auch die Geschäfts­führer der Druckerei, Chris­toph und Ulrich Herzog, über­zeugen. „Als regional verwur­zeltes Fami­li­en­un­ter­nehmen legen wir großen Wert auf nach­hal­tiges Arbeiten. Ein Retrofit, das den Ener­gie­ver­brauch und CO₂-Ausstoß deut­lich redu­ziert passt perfekt zur Unter­neh­mens­phi­lo­so­phie. Und wenn sich das dann auch noch finan­ziell bemerkbar macht, ist es umso besser“, erklärt Chris­toph Herzog schmun­zelnd.

Das Konzept von Berberski und Hilde­brandt sah neben dem Austausch des defekten Schalt­schranks, die Erneue­rung der Steue­rung sowie die Opti­mie­rung der Lüftung vor. Für frischen Wind sollte der Einbau zweier FanGrid mit jeweils sechs RadiPac 3 Radi­al­ven­ti­la­toren sorgen. Die parallel geschal­teten RadiPac Einheiten erhöhen nicht nur die Effi­zienz, sondern auch die Betriebs­si­cher­heit: Fällt ein Venti­lator aus, glei­chen die übrigen die Leis­tung auto­ma­tisch aus.

Ganz schön schwer

Der Ausbau der alten Anlage war Schwerst­ar­beit. „Die alte Lüfter­ein­heit wog fast eine Tonne“, erzählt Stephan Jend­rallek von der ausfüh­renden Stephan Jend­rallek Lüftungs­mon­tagen GmbH.

Ohne Kran geht nichts

Der Brocken bei Mayr war die bisher größte Heraus­for­de­rung für sein Team. „Wir mussten die Lüfter­ein­heit auf engstem Raum zunächst komplett zerlegen und anschlie­ßend mit dem Kran heraus­heben.“

Plug-and-Play machts leicht

So schwierig der Ausbau der alten Anlage war, so einfach war die Montage der neuen, denn die FanGrid sind komplett vormon­tiert, erklärt Stephan Jend­rallek: „So können wir die Venti­la­toren per Plug-and-Play einsetzen.“

Schnell erle­digt

Dass die Lüftungs­an­lage nur kurz außer Betrieb war, lag auch am guten Timing: „Der Oktober ist ideal – weder zu heiß noch zu kalt“, sagt Jend­rallek. „Nach drei Tagen lief die Anlage wieder.“

Perfektes Klima, gerin­gere Kosten

Die neuen RadiPac Venti­la­toren arbeiten leise, hygie­nisch und – dank fehlender Keil­riemen – wartungsarm. Durch ihren höheren Wirkungs­grad halbiert sich die elek­tri­sche Leis­tungs­auf­nahme und so sinkt der Ener­gie­ver­brauch um rund 50 Prozent. „Vielen unserer Kunden ist gar nicht bewusst, wie viel sie durch die Erneue­rung ihrer Lüftungs­an­lage sparen können“, erklärt Berberski und Hilde­brandt stimmt ihm zu:

Für uns zahlt sich das Retrofit aus. Es ist der beste Beweis, dass sich Nach­hal­tig­keit und Wirt­schaft­lich­keit perfekt verbinden lassen.

Chris­toph Herzog, Geschäfts­führer der Mayr Mies­bach GmbH

„Kaum ein Betreiber weiß, welche Ener­gie­schleuder in seiner alten Lüftung steckt. Wer moder­ni­siert, spart sofort – und das dauer­haft.“ Chris­toph und Ulrich Herzog bereuen daher ihre Inves­ti­tion nicht: „Für uns zahlt sich das Retrofit aus. Wir sparen nicht nur Energie, sondern haben auch unsere Produk­ti­ons­be­din­gungen opti­miert. Das ist für uns der beste Beweis, dass sich Nach­hal­tig­keit und Wirt­schaft­lich­keit perfekt verbinden lassen.“

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