Eine neue Autofabrik zu bauen, bedeutet weit mehr, als große Fertigungslinien unter ein Dach zu stellen. Mensch und Maschine brauchen auch die passenden Arbeitsbedingungen – vor allem gute Luft und angenehme Temperaturen. Dafür sorgen Lüftungs- und Klimatisierungsanlagen in den Fertigungshallen. Doch mit welcher Ventilatortechnologie sollen diese Air Handling Units (AHUs) laufen – AC oder EC ? Vor dieser Frage stand ein koreanischer Autohersteller bei der Planung seines Werks für E-Autos. Der Anspruch: Moderne Elektrofahrzeuge brauchen auch eine moderne und energieeffiziente Produktionsstätte.


AC-Technik: Nur auf den ersten Blick günstig
AHUs für eine neue E-Autofabrik? Das klingt nach einem Fall für EC-Technologie. Doch in der Ausschreibung wurden lokal gefertigte AC-Ventilatoren gefordert – auf die der Autohersteller traditionell setzt. Das ist in Korea keine Ausnahme: AC-Ventilatoren und riemengetriebene Systeme sind weit verbreitet. Sie haben sich über Jahrzehnte bewährt und sind im Einkauf günstiger. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass AC-Ventilatoren bei gleicher Leistung deutlich mehr Strom verbrauchen. Das macht die Technologie weniger nachhaltig und auf lange Sicht teurer – zumal die Energiepreise weltweit steigen. Ein bloßer Blick auf das Datenblatt ist daher nicht aussagekräftig.

Der koreanische Anlagenhersteller Cheong Nam Air Conditioner Inc. nahm mit einer überarbeiteten Lösung an der Ausschreibung teil: Anstelle der ursprünglich angefragten AC-Ventilatoren schlug das Unternehmen EC-Ventilatoren von ebm-papst vor – und erhielt den Zuschlag. Insgesamt 52 RadiPac 3C Einheiten wurden ausgewählt. Sowohl auf der Zuluft- als auch auf der Abluftseite sind diese als FanGrid angeordnet. Das rechnet sich. Doch was macht den RadiPac 3C so effizient?
0
RadiPac 3C
Ventilatoren
0
FanGrid-Systeme für Zu- und Abluft
Gleich mehrere Faktoren greifen hier ineinander: Der EC-Motor sorgt für einen sparsamen Antrieb, die optimierte Aerodynamik hält Strömungsverluste gering und über Modbus lässt sich die Drehzahl stufenlos an den aktuellen Bedarf anpassen. Statt dauerhaft mit voller Leistung zu laufen, fördert der Ventilator also nur so viel Luft, wie in den Fertigungshallen gerade gebraucht wird. Dabei bleibt er dank seiner vibrationsarmen Konstruktion auch angenehm leise. Hinzu kommt die kompakte Bauweise des EC-Radialventilators: Laufrad, Motor und Elektronik bilden eine einbaufertige Einheit, die nur wenig Platz in den AHUs benötigt. Die Inbetriebnahme ist unkompliziert und erfordert keine aufwendige Programmierung.


Auf die Zukunft vorbereitet
Der bürstenlose Motor sowie integrierte Schutzfunktionen gegen Überhitzung und Vibrationen tragen außerdem zu einem wartungsarmen und zuverlässigen Betrieb bei. Was zunächst mehr kostet, ist auf lange Sicht günstiger und sicherer. Dabei geht in Sachen Energieeffizienz sogar noch mehr. Digitale Lösungen wie NEXAIRA.Core können den RadiPac 3C ergänzen – zum Beispiel für Monitoring oder KI-gestützte Analytik. Für den Automobilhersteller rechnet sich die Entscheidung für EC-Technologie daher doppelt. Er spart heute Energie und Geld und kann seine Air Handling Units zukünftig erweitern. So beginnt die Zukunft der Mobilität im Werk in Ulsan nicht erst am Fließband, sondern schon in der Luft, die die Hallen durchströmt.

Schreiben Sie einen Kommentar