© Renson

Großes Volumen im kleinen schwarzen Kasten

Viel Luft, wenig Verbrauch, geringes Geräusch: Mit dem Flux+ Wall entwi­ckelte Renson ein neues, kompaktes Lüftungs­gerät für große Häuser. Dafür setzt das belgi­sche Unter­nehmen auf den RadiCal 2 und verpasste ihm ein maßge­schnei­dertes Spiral­ge­häuse.


Ein gemüt­li­ches Zuhause beginnt mit guter Luft. Gut bedeutet: mit genü­gend Sauer­stoff, ohne unan­ge­nehme Gerüche, Schad­stoffe, Fein­staub­par­tikel oder Aller­gene. Geräte zur Wohn­raum­lüf­tung stehen darum hoch im Kurs. Sie tauschen die Luft konti­nu­ier­lich und filtern alles, was die Lebens­qua­lität in den vier Wänden beein­träch­tigt. Gleich­zeitig führen sie über­schüs­sige Luft­feuch­tig­keit auto­ma­tisch ab und schützen so vor Schim­mel­bil­dung. Was bleibt, sind frische Luft und ein ange­nehmes Raum­ge­fühl — ganz ohne manu­elles Lüften. Auch Energie lässt sich mit modernen Anlagen sparen. Sind diese mit einer Wärme­rück­ge­win­nung ausge­stattet, nutzen sie die Wärme der Abluft und erwärmen damit die einströ­mende frische Luft.

„Die Kombi­na­tion aus RadiCal 2 und unserem Spiral­ge­häuse spart 30 Prozent Energie.“

Maarten van Ober­beke, R&D Project Manager bei Renson

Mehr Leis­tung für große Räume

Maarten Van Over­beke und Jasper Allert sind Experten, wenn es um Geräte zur Wohn­raum­be­lüf­tung geht. Die beiden arbeiten beim belgi­schen Fami­li­en­un­ter­nehmen Renson und haben kürz­lich ein neues Modell einer Lüftungs­an­lage mit Wärme­rück­ge­win­nung auf den Markt gebracht: das Flux+ Wall. Es arbeitet mecha­nisch und kombi­niert die auto­ma­ti­sche Luft­zu­fuhr und die bedarfs­ge­steu­erte Abzugs­lüf­tung mit einem Wärme­tau­scher. Dabei punktet es mit einem deut­lich höheren Volu­men­strom als alle bishe­rigen Geräte. Product Manager Jasper Allen erklärt: „Mit dem Flux+ Wall 650 wollten wir bei glei­chen Gehäu­se­ab­mes­sungen über das hinaus­gehen, was vergleich­bare Geräte leisten. Während Wett­be­werbs­pro­dukte meist bei 550 bis 600 Kubik­me­tern pro Stunde liegen, errei­chen wir einen Volu­men­strom von 650 Kubik­me­tern pro Stunde bei 200 Pascal.“ So lassen sich auch größere Häuser, Turn­hallen, Büros oder Arzt­praxen mit einem kompakten Gerät zuver­lässig belüften.

Ein RadiCal 2 saugt frische Außen­luft an und beför­dert sie, gefil­tert und aufge­wärmt, in den Wohn­raum. Der zweite saugt die verbrauchte Luft an und führt sie ab. (Bilder | Renson)

Perfekt kombi­niert

Möglich macht dieses Plus an Luft­durch­fluss die clevere Kombi­na­tion aus Venti­lator und Gehäuse. In jedem Flux+ Wall stecken zwei RadiCal 2 von ebm-papst. Beide Venti­la­toren arbeiten parallel und sind elek­tro­nisch aufein­ander abge­stimmt: Der eine saugt frische Außen­luft an, beför­dert sie durch den Filter und den Wärme­tau­scher und bläst die frische, vorge­wärmte Luft in den Wohn­raum. Gleich­zeitig saugt der zweite Venti­lator die verbrauchte, feuchte oder geruchs­be­las­tete Luft aus den Räumen und leitet sie durch den Wärme­tau­scher nach draußen.

„Das Lüftungs­system macht leise und unsichtbar seine Arbeit.“

Stefanie Sulmon, Haus­be­sit­zerin

„Der neue Radi­al­ven­ti­lator RadiCal 2 erfüllt unsere Anfor­de­rungen an die Kompakt­heit bei gleich­zeitig guter Akustik und gerin­gerem Ener­gie­ver­brauch“, sagt Maarten van Over­beke, der als R&D Project Manager die Entwick­lung der neuen Gerä­te­reihe bei Renson verant­wor­tete. „Die Heraus­for­de­rung lag für uns nun darin, den Venti­lator in ein sehr kompaktes Gerät zu inte­grieren und dabei Luft­leis­tung, Akustik und Ener­gie­ef­fi­zienz in Einklang zu bringen.“ Gemeinsam mit seinem Team entschied sich van Over­beke dafür, ein maßge­schnei­dertes Spiral­ge­häuse selbst zu entwi­ckeln.

Flux+ Wall lässt sich auch in bestehenden Gebäuden einfach nach­rüsten und sorgt dort für frische Luft. (Bilder | Renson)

Beson­ders wichtig war dabei die Ausle­gung des Auslass­be­reichs, um einen hohen Luft­strom ohne akus­ti­sche Nach­teile zu errei­chen. Strö­mungs­tech­ni­sche Unter­stüt­zung erhielt er von den Experten bei ebm-papst. „Über mehrere Entwick­lungs­stufen haben wir das Gehäuse dann in unserem eigenen Akus­tik­labor opti­miert“, erläu­tert van Over­beke.

Spart Energie, erleich­tert die Montage

Das Ergebnis punktet nicht nur mit der höheren Leis­tung: „Durch die Kombi­na­tion aus dem ener­gie­ef­fi­zi­enten RadiCal 2 mit unserem paten­tierten Gehäuse-Design konnten wir Einspa­rungen von bis zu 30 Prozent erzielen“, betont van Over­beke zufrieden. Dazu trägt die um 20 Prozent gerin­gere Leis­tungs­auf­nahme des Venti­la­tors bei, weitere zehn Prozent spare das neue Spiral­ge­häuse. Jasper Allert ergänzt: „Damit zählt Flux+ Wall zu den spar­samsten Geräten am Markt.“

0 m³/h

Volu­men­strom bei 200 Pa

0

RadiCal 2 pro Gerät

0 %

Ener­gie­ein­spa­rung

Mit Maßen von 870 x 790 x 580 Milli­me­tern benö­tigt das System wenig Raum. Es besteht aus expan­diertem Poly­pro­pylen, kurz: EPP. Dieser ther­mo­plas­ti­sche Kunst­stoff­schaum ist beson­ders leicht. Gerade einmal 29 Kilo­gramm bringt das Renson-Gerät auf die Waage und erleich­tert so die Instal­la­tion. Das war den Entwick­lern beson­ders wichtig. Jasper Allert erklärt: „Wir haben Flux+ Wall auf jeder Seite mit einer doppelten Anschluss­mög­lich­keit versehen. Je nach Platz können Instal­la­teure die Rohre links oder rechts anschließen.“

Leicht und hand­lich: Das Lüftungs­gerät Flux+ Wall erleich­tert Installateur:innen die Arbeit und passt auch in kleine Räume. (Bilder | Renson)

Die viel­fäl­tigen Kombi­na­ti­ons­mög­lich­keiten verein­fa­chen auch das Nach­rüsten in bestehenden Gebäuden. Schnell und unkom­pli­ziert ist auch die Wartung der Lüftungs­an­lage: In weniger als fünf Minuten lassen sich alle Kompo­nenten ausbauen. „Die meisten Elemente sind gesteckt und lassen sich ohne Werk­zeug entfernen und einbauen. Für das gesamte System haben wir nur neun Schrauben verwendet, und die sind iden­tisch. Ein Schrau­ben­dreher genügt, um das Gerät zu demon­tieren“, erklärt van Over­beke.

Kunden- und Jury-Lieb­ling

Bei den Endkunden kommt das neue Belüf­tungs­system bereits gut an. Egal ob in Belgien, den Nieder­landen, Austra­lien oder Japan, ob im Wohn­haus oder Fitness­studio — das Feed­back fällt durchweg positiv aus: Selbst bei maxi­malem Volu­men­strom ist es sehr leise und es entstehen keine störenden hohen Töne oder Geräu­sche. Mit seinen neuen Features über­zeugte das Flux+ Wall auch die Fach-Jury auf der inter­na­tio­nalen Fach­messe für Heizungs-, Sanitär- und Klima­technik VSK in den Nieder­landen. Diese zeich­nete das Gerät in der Kate­gorie „Gesunde Gebäude, besseres Leben“ mit dem VSK+E Award aus. Für Maarten van Over­beke und Jasper Allert ist das eine Bestä­ti­gung ihrer Arbeit. Und die beiden denken schon weiter: „Bei der Entwick­lung haben wir viel gelernt — etwa durch Strö­mungs­si­mu­la­tionen, Akus­tik­tests und die Entwick­lungs­schritte am Spiral­ge­häuse. Von diesem Wissen profi­tieren wir bei der Entwick­lung der nächsten Produkt­ge­ne­ra­tion“, sagt van Over­beke.

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