Je nach Anforderungen und Einsatzzweck nutzt man AC-, EC- und DC-Motoren hauptsächlich als Außenläufermotoren. Denn da können Laufräder direkt auf dem Rotor befestigt werden. Dadurch ist die Laufrad-Motoreinheit extrem kurz und kompakt und es entsteht mehr Platz für Luftströmungen. Ein elementares Bauteil ist natürlich das Laufrad. Es ist für die Beschleunigung der Luft und die Erzeugung von Druckarbeit entscheidend.
Bei allen Bauarten wird die Luft parallel zur Rotationsachse angesaugt und strömt dann entsprechend der Schaufelcharakteristik aus. Bei Axialventilatoren beispielsweise hauptsächlich achsparallel. Dass sich niemand an den Laufradschaufeln verletzt, werden sie zur Sicherheit oft mit Schutzgittern versehen. Um gute Wirkungsgrade zu erreichen, sollte das Laufrad eines Axialventilators in einem aerodynamisch optimierten Wandring positioniert sein. Dieser sorgt mit einer Frontplatte für die Strömungsführung und die erforderliche Trennung zwischen Saug- und Druckseite. Aufgrund der unterschiedlichen Laufraddurchströmung haben die Ventilatorbauarten verschiedene Betriebseigenschaften.
Beim Betrieb mit einem EC-Motor ist dann noch eine sogenannte Kommutierungselektronik erforderlich. Über die im Motor integrierten Sensoren erkennt die Elektronik genau die Lage des Rotors zu den Spulen. Und dementsprechend werden die Spulen bestromt und der Rotor gedreht. Außerdem verarbeitet die eingebaute Elektronik Steuersignale und setzt Statusinformationen ab.
Unabhängig vom Ventilator-Typ und Einsatzzweck ist für den Betrieb in lärmsensiblen Bereichen ein zusätzlicher Schallschutz sinnvoll. Dafür wird ein sogenannter FlowGrid saugseitig auf die Ventilatoren montiert – für einen niedrigeren Geräuschpegel und einen drastisch abgeschwächter Drehklang. Die Luftleistung bleibt dadurch unverändert.
Wenn alle Teile optimal aufeinander abgestimmt sind, kann der Ventilator die Anforderungen an die Betriebsbedingungen, die Leistung, und die Einflüsse durch die Umwelt erfüllen.
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