© fotolia.com/Alena Ozerova

Effi­zi­entes, leises Gasge­bläse läutet neue Ära ein

Hohe Modu­la­ti­ons­rate bei kompakten Abmes­sungen für Gas-Brenn­wert­technik-Markt bis 50 kW


Moderne Gebäude benö­tigen immer weniger Heiz­energie, die Heizung kann daher für einen effi­zi­en­teren Betrieb je nach Gebäu­de­größe und Dämmung kleiner ausge­legt werden als bisher. Ändern sich die Außen­tem­pe­ra­turen oder muss zusätz­lich Brauch­wasser aufge­heizt werden, ist jedoch vorüber­ge­hend eine höhere Leis­tung gefor­dert. Gashei­zungen bieten hier eine schnelle Ener­gie­zu­fuhr bei geringer Umwelt­be­las­tung. Um für alle denk­baren Szena­rien immer eine opti­male Verbren­nung mit besten Verbrauchs- und Schad­stoff­werten sicher­zu­stellen, ist ein Gasge­bläse mit einem möglichst breiten Leis­tungs­be­reich die beste Voraus­set­zung dafür. Durch die Leis­tungs­mo­du­la­tion kann einer­seits der Boilerher­steller mit nur einem Modell eine große Anwen­dungs­band­breite abde­cken. Der Endan­wender ande­rer­seits hat einen höheren Komfort durch die Ab­deckung hoher Leis­tungs­an­for­de­rungen mit einem in Summe effi­zi­en­teren Gerät, das durch den hohen Modu­la­ti­ons­grad gerin­gere Aufheiz- und Abkühl­ver­luste aufweist. Beides spart Zeit wie Geld und redu­ziert den CO2-Fußab­druck bei der Gebäu­de­hei­zung.

Bild 1: Das neue VG 100 Gasge­bläse arbeitet mit einer Modu­la­tion von mehr als 1:10 im Bereich 3 bis 50 kW.

Heizungen müssen sich heute dem vorhan­denen Platz­an­gebot im Gebäude unter­ordnen. Gerade im klei­neren Leis­tungs­be­reich sind die Endan­wender nicht mehr bereit, einen ganzen Raum nur für die Heizung zu opfern. Dem tragen die Hersteller von Brenn­wert­thermen und Gaskes­seln Rech­nung – ihre Modelle bieten hohen Komfort bei mini­malen Abmes­sungen und sind dabei umwelt­scho­nend. Einen Nach­teil einer solchen indi­vi­du­ellen Viel­falt stellte bisher die Anfor­de­rung an das Gasge­bläse dar. Entweder setzten die Hersteller auf eine breite Palette von Gebläsen, die jeweils zu den Ther­men­kon­zepten passten, oder man verzich­tete auf die letzte Opti­mie­rung der Therme, um mit nur einem oder zwei Gasge­bläsen die gewünschte Band­breite der Heiz­leis­tung  abde­cken zu können. Mit einem Gasge­bläse, das sich jetzt einfa­cher an die unter­schied­lichsten Einbau­sze­na­rien und Heiz­leis­tungen anpassen lässt, ersparen sich die Ther­men­her­steller einiges an Aufwand.

Variable, kompakte Bauform

Erdgas als umwelt­freund­liche Brenn­stoff­va­ri­ante ohne Platz­be­darf für den Brenn­stoff­vorrat ist welt­weit sehr gefragt. Zur Anpas­sung an die heute viel­fäl­tigen Anfor­de­rungen moderner Gebäude bietet ebm-papst Landshut nun ein völlig neu entwi­ckeltes Premix-Gasge­bläse für Gasthermen an. Das VG 100 Gebläse ist das erste einer neuen Geblä­se­bau­reihe, die eine Leis­tungs­band­breite von 1,5 kW bis 150 kW abde­cken wird (Bild 1). Es arbeitet mit einer Modu­la­tion von mehr als 1:10 im Bereich von 3 bis 50 kW und bietet gegen­über dem Vorgän­ger­mo­dell weitere Vorteile wie z.B. den rund 5 % höheren Wirkungs­grad, die es für den Einsatz in der modernen, effi­zi­enten Wärme­er­zeu­gung präde­sti­nieren.

Bild 2: Der modu­lare Aufbau erleich­tert kunden­spe­zi­fi­sche Lösungen auf der Gehäu­se­seite.

Im neuen Gebläse ist das Seiten­teil aus Blech ausge­führt anstelle des übli­chen Aludruck­gusses. Die neue Lösung erlaubt eine opti­male, kunden­spe­zi­fi­sche Stecker­po­si­tio­nie­rung. Dabei sind Ventu­riein­heit und Seiten­teil getrennt, sodass sich kunden­spe­zi­fi­sche Lösungen wie gehabt leicht auf der Gehäu­se­seite reali­sieren lassen (Bild 2). Zusätz­lich wurde die Aero­dy­namik verbes­sert, sodass das Gebläse nun deut­lich kompakter baut. Dies verbes­sert die Inte­gra­ti­ons­mög­lich­keiten in den Gasthermen deut­lich. Damit erreicht das Gebläse trotz klei­nerer Abmes­sungen eine höhere Förder­leis­tung als sein Vorgän­ger­mo­dell (Bild 3).

Kleiner, leis­tungs­fä­higer Motor

Bild 3: Aero­dy­na­mi­sche und moto­ri­sche Opti­mie­rungen verbes­sern trotz klei­nerer Abmes­sungen die Förder­leis­tung.

Parallel dazu wurde für die Geblä­se­platt­form ein neuer Motor entwi­ckelt. Ziel war die Verbes­se­rung des Wirkungs­grades bei gleich­zei­tiger Redu­zie­rung des Mate­ri­al­auf­wandes. Der Motor mit wartungs­freien Kugel­la­gern bietet eine dem höheren Leis­tungs­be­reich ange­passte Mehr­leis­tung für die Luft­för­de­rung und das bei klei­neren Abmes­sungen. Dazu tragen u.a. ein geän­dertes Magnet­ma­te­rial und eine verbes­serte Stat­or­geo­me­trie bei. Ein weiterer Entwick­lungs­schwer­punkt war die Geräu­sch­op­ti­mie­rung. Neben der Reduzier­ung des Luft­schalls lag beson­deres Augen­merk auf der Reduk­tion der Vibra­tionen (Körper­schall), dabei wurden modernste Entwick­lungs­tools einge­setzt.

VG 100

Bild 4: Die Schall­leis­tung ist deut­lich geringer als bei vergleich­baren Gebläsen. Das erspart zusätz­liche Schall­däm­mung in der Therme.

Die Schwin­gungs­ent­kopp­lung konnte so opti­miert und schwin­gungs­tech­nisch verbes­sert werden. Als Ergebnis liegt die Schall­leis­tung deut­lich unter dem Wert des Vorgän­ger­ge­bläses (Bild 4). Das führt zu noch höherer Akzep­tanz einer Gasbrenn­wert­hei­zung beim Endver­brau­cher.

Die Elek­tronik wurde grund­le­gend über­ar­beitet und ist über optio­nale Busschnitt­stellen leicht in digi­tale Systeme einzu­binden. So können Betriebs­zu­stände wie Leis­tung, Service­zu­stand, Tempe­ra­turen, Betriebs­span­nung und andere in den Steue­rungen der Gebläse gespei­cherten Daten abge­rufen werden, was ein vorbeu­gende Wartung oder Fehler(fern)diagnose bzw. Einbin­dung in die Ther­men­steue­rung ermög­licht. Dabei kommt die neue Ausfüh­rung mit deut­lich weniger (Platinen-)Material aus. Durch den Einsatz des bereits in anderen Produkten bewährten Kühl­kon­zeptes liegt die Elek­tronik zudem im Kühl­luft­strom, was deren Lebens­dauer und Zuver­läs­sig­keit erhöht. Alle Antriebs­kom­po­nenten sind von einer fest mit dem Gehäuse verbun­denen Motor­schutz­kappe umschlossen. Die stabile Ausführ­ung der Motor­ab­de­ckung sorgt durch deren Entkop­pe­lung vom Motor für nied­rige Geräusch­werte und wider­steht dem oftmals robusten Hand­ling im weiteren Monta­ge­pro­zess.

Fazit

Als erster Vertreter einer neuen Genera­tion von effi­zi­enten Gasge­bläsen bietet das VG 100 mit seiner hohen Modu­la­ti­ons­rate bei gleich­zeitig extrem kompakten Abmes­sungen eine Redu­zie­rung der Varianz bei Gasge­bläsen. Mit einem deut­lich verbes­serten Wirkungs­grad und einer redu­zierten Geräusch­emis­sion ist das Gasge­bläse die Antwort auf die modernen Anfor­de­rungen des Gas-Brenn­wert­technik-Marktes im Leis­tungs­be­reich bis 50 kW.

Bitte füllen Sie folgende Felder aus: Kommentar, Name & E-Mail-Adresse (Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht). Bitte beachten Sie dazu auch unsere Datenschutzerklärung.