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„Wir werden noch inter­na­tio­naler“

Thomas Nürn­berger ist seit April Geschäfts­führer Vertrieb und Marke­ting der ebm-papst Gruppe und seit fünf Jahren Präsi­dent von ebm-papst China. Im Inter­view spricht er über Inter­na­tio­na­lität und darüber, was Kunden von ihm erwarten können.


Herr Nürn­berger, Sie leben seit 15 Jahren in China. Was nehmen Sie daraus für die neue Aufgabe mit?

15 Jahre prägen einen ganz gewaltig, machen einen offener für andere Blick­rich­tungen und Kulturen und machen einen anpas­sungs­fähig. Das hilft natür­lich, wenn man in anderen Regionen Geschäfte machen möchte. In China ist die Geschwin­dig­keit unheim­lich hoch. Die Entwick­lung, die Deutsch­land in 50 Jahren durch­laufen hat, hat China in 15 gemacht. Das faszi­niert mich ebenso wie die starke Kunden­ori­en­tie­rung und die Bereit­schaft, Neues auszu­pro­bieren.

Sie spre­chen Mandarin, sind mit einer Chinesin verhei­ratet. Welche Rolle spielt Viel­falt für den Vertrieb eines globalen Tech­no­lo­gie­füh­rers?

Frauen, Männer, verschie­dene Genera­tionen, Länder, Kulturen, Aufga­ben­be­reiche, Spra­chen: Diver­sity ist wichtig, weil sie mehr Input und Ideen ins Unter­nehmen bringt. Mit mir soll ebm-papst noch inter­na­tio­naler werden.

Welchen Schwer­punkt setzen Sie dafür im Vertrieb beim Umgang mit Ihren Kunden?

Wir wollen stra­te­gi­sche Part­ner­schaften, in denen wir die Roadmap des Kunden mit unserer verzahnen. Das haben wir in der Vergan­gen­heit schon gemacht, müssen das zukünftig aber noch stärker machen — und zwar auch stärker über Europa hinaus. Den asia­ti­schen Markt bedienen wir aus China auch schon mit spezi­fi­schen Produkten. Das wollen wir global ausweiten. Unsere modu­laren Lösungen helfen uns dabei, dies zu errei­chen.

Welche Heraus­for­de­rung treibt Sie aktuell am meisten um?

Aktuell ist das Thema Liefer­ver­sor­gung das schwie­rigste. Das geht dem gesamten Markt so. In den kommenden Jahren werden zudem die Kunden noch flexi­bler, schneller und kosten­güns­tiger belie­fert werden wollen. Dafür müssen wir wett­be­werbs­fähig bleiben, durch Inno­va­tionen, aber auch durch unseren globalen Foot­print. Indem wir auf lokale Liefer­ketten setzen, vermeiden wir Fracht­kosten und sind nahe beim Kunden.

Indem wir auf lokale Liefer­ketten setzen, vermeiden wir Fracht­kosten und sind nahe beim Kunden.

Inno­va­tion kann in zwei Rich­tungen gehen: Man kann das beste und ener­gie­ef­fi­zi­en­teste Produkt haben, man kann aber auch ein Good-enough-Produkt zu einem guten Preis anbieten. Bei der Qualität machen wir keine Abstriche, aber wir schneiden Produkte eben auf die spezi­fi­schen Anfor­de­rungen der Märkte zu. Design-to-Market und Design-to-Cost werden uns dabei leiten. 

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