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Kein Stress mit SCIP

Seit Anfang 2021 müssen Hersteller, Händler und Importeure von Produkten, die besorgniserregende Inhaltsstoffe enthalten, diese an die European Chemicals Agency (ECHA) übermitteln. Auch ebm-papst ist davon betroffen und entwickelte eine Software, die den Vorgang besonders einfach macht. Davon profitieren nun auch Andere.


Zu wissen, welche Inhaltsstoffe sich in bestimmten Produkten befinden, nützt vielen Akteuren. Besonders Abfallentsorgungsunternehmen profitieren davon, da es ihnen so leichter fällt, Rohstoffe und Produkte sortenrein zu trennen und korrekt weiterzuverarbeiten. Unter anderem deshalb sind Unternehmen in der EU seit Januar 2021 dazu verpflichtet, besorgniserregende Inhaltsstoffe in ihren Produkten an die European Chemical Agency (ECHA) zu übermitteln. Dort werden die Informationen in der sogenannten SCIP1 -Datenbank gespeichert. So lässt sich über den gesamten Lebenszyklus eindeutig feststellen, welche Inhaltsstoffe sich in welchem Produkt befinden.

Pragmatische Lösung für komplexes Problem

Von dieser Vorschrift ist auch ebm-papst betroffen. Als sich die Werkstofftechnologen und Prozessverantwortlichen zu Beginn mit dem Thema beschäftigen, wurde schnell klar, dass ebm-papst für die aufwändige SCIP-Meldepflicht eine pragmatische und zuverlässige Lösung benötigte. „Die Regelung betrifft bei ebm-papst über 10.000 Produkte“, erklärt Jan Franke, Sales Engineer Industry Solutions bei ebm-papst neo. „Da wird schnell klar, dass die manuelle Eingabe einzelner Produkte über eine Online-Maske keine Lösung sein kann.“ Glücklicherweise bietet die ECHA auch weitere Schnittstellen zur Übermittlung der Daten an. Um diese jedoch sinnvoll und fehlerfrei nutzen zu können, sind Fachwissen sowie ein höherer IT-Aufwand nötig. Dieser lohnte sich bei der großen Menge an Produkten jedoch, sodass ebm-papst eine eigene Lösung entwickelte. Einmal programmiert lohnt sich diese nun wiederum bereits auch für kleine Stückzahlen.

Der Prozess der SCIP-Anmeldung wird durch das Online-Tool SCIP-Express kinderleicht.

Jan Franke, Sales Engineer Industry Solutions bei ebm-papst neo

ebm-papst neo erkannte in dieser Anwendung dann auch das Potenzial für andere Unternehmen, sodass die Software für den externen Einsatz weiterentwickelt wurde. Nun steht das kostenpflichtige Online-Tool SCIP-Express auch anderen Unternehmen zur Verfügung. „Der Prozess der SCIP-Anmeldung wird dadurch kinderleicht“, erläutert Franke. „Der Nutzer meldet sich auf unserer Plattform an, lädt sich ein Exceltemplate herunter und füllt dieses aus. Dabei bekommt er von uns eine Anleitung an die Hand, die ihn Schritt für Schritt durch den Prozess führt. Schließlich lädt er die Datei über das Tool hoch und bekommt nach nur wenigen Minuten seine Excel-Datei mit den SCIP-Nummern zurück. Seine Produkte sind dann gemeldet und die gesetzliche Pflicht ist damit vollständig erfüllt.“ Auf diese Weise müssen sich Anwender nicht in neue Tools einarbeiten, sondern können einfach die neueste Version von Microsoft Excel nutzen.

Engagiert für bessere Prozesse

ebm-papst SCIP-Express richtet sich insbesondere an Schadstoffexperten und Produktverantwortliche in mittelständischen Unternehmen. Gerade dort fehlen häufig Budget und Kapazitäten, um selbst Lösungen zu programmieren, wenngleich der Nutzen solcher automatisierten Prozesse durchaus auch für kleine Unternehmen groß ist.

SCIP-Express richtet sich insbesondere an Schadstoffexperten und Produktverantwortliche in mittelständischen Unternehmen.

Franke erklärt: „SCIP-Express ist ein schönes Beispiel für eine generelle Denkweise bei ebm-papst neo. Wir sehen alltäglich Potentiale in unserer eigenen Produktion durch digitale Anwendungen. Unser Fokus liegt dabei auf einfachen und möglichst adaptiven Lösungen, anstelle von komplexen und umfangreichen Systemlösungen. Leider dominieren solche üppigen und kostenintensiv Angebote den Dienstleistungsmarkt, was uns sowie auch viele kleine und mittelständische Unternehmen abschreckt. Deshalb wollen wir vermehrt pragmatische, einfache und schlanke Lösungen für vielfältige Prozesse im Unternehmen anbieten. Die Keimzelle für solch eine Software liegt – wie bei SCIP-Express – in unserem eigenen Unternehmen. So ist von Beginn an klar, dass wir an der Lösung für ein Problem arbeiten, das es in der echten Welt auch wirklich gibt.“

1SCIP steht für Substances of Concern In articles as such or in complex objects (products)

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