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Hand­schuhbox für größte Sicher­heit

Klini­sche Rein­heit, darauf hat sich die tsche­chi­sche Unter­neh­mens­gruppe Block spezia­li­siert. Zum Produkt­port­folio gehören Isola­toren, ohne die an Krebs­me­di­ka­mente oder Impf­stoffe nicht zu denken wäre.


Ein Rein­raum in einem Klinikum irgendwo auf dieser Welt. Die Mischung aus Konzen­tra­tion und Anspan­nung in der Luft ist greifbar. Routi­niert lässt die Phar­ma­zeu­tisch-tech­ni­sche Assis­tentin (PTA) ihre Arme in die Hand­schuhe des Isola­tors gleiten. Sie ist im Begriff, ein speziell auf eine Pati­entin zuge­schnit­tenes Krebs­me­di­ka­ment herzu­stellen. Nichts darf jetzt schief­gehen – zum Wohl der Pati­entin, aber auch zu ihrem eigenen. Denn sie arbeitet mit hoch­toxi­schen Stoffen. Ihr einziger Schutz: der Isolator, auch Hand­schuhbox genannt.

Der Kasten mit der Glas­scheibe und den behand­schuhten Eingriffen bildet eine physi­sche Barriere zwischen der PTA und den Substanzen, die mitunter selbst krebs­er­re­gend sind. Schnelle Bewe­gungen, die einen Hand­schuh aus der Halte­rung reißen, oder beschä­digte Hand­schuhe darf es also nicht geben. Doch es kommt vor.

Jiří Hruboň, Produkt­ma­nager bei Block (Foto | Block)

Dafür, dass die Menschen, die an Isola­toren arbeiten, trotzdem geschützt sind, sorgt Block. Seit der Grün­dung 1991 konzi­piert, baut und bestückt das Unter­nehmen mit Sitz im tsche­chi­schen Valašské Meziříčí Rein­räume. Die klini­sche Sauber­keit wird gebraucht in der Phar­mazie, Biotech­no­logie, Medizin, Wissen­schaft und Forschung, Mikro­elek­tronik, im Auto­mo­bilbau und in anderen Indus­trie­bran­chen. In 90 Prozent der Fälle kümmern sich die über 500 Mitar­bei­tenden um maßge­schnei­derte Lösungen für die Kunden.

Doch vor einem Jahr entschied sich Block dafür, drei stan­dar­di­sierte Isola­to­ren­typen zu entwi­ckeln. Die Heraus­for­de­rung dabei beschreibt Jiří Hruboň, Produkt­ma­nager bei Block: „Wir mussten genau prüfen, welche Kunden­an­for­de­rungen ein Stan­dard­pro­dukt abde­cken muss – und sicher­stellen, dass es das tut.“

Sicher­heit im Isolator

Die grund­le­gendste und nahe­lie­gendste Funk­tion eines Isola­tors ist die abso­lute Sicher­heit der Menschen, die an ihm oder in seiner Umge­bung arbeiten. Doch es hängt noch mehr von ihm ab: Ist er nicht absolut dicht, könnten beispiels­weise Viren, an denen geforscht wird, entwei­chen und aus dem Gebäude gelangen. „Wir denken bei der Entwick­lung unserer Produkte jegliche Art von Unfall mit – auch die, die wahr­schein­lich niemals eintreten werden“, sagt Hruboň. „Deshalb setzten wir bei den Kompo­nenten auf höchste Qualität.“

Wir denken bei der Entwick­lung unserer Produkte jegliche Art von Unfall mit – auch die, die wahr­schein­lich niemals eintreten werden.

Jiří Hruboň, Produkt­ma­nager bei Block

Ein essen­zi­eller Bestand­teil eines Isola­tors ist das Gebläse. Es sorgt dafür, dass in dem Isolator Unter­druck herrscht: die Rück­ver­si­che­rung für den Fall, dass die Barriere irgendwo durch­lässig wird, zum Beispiel durch einen defekten Hand­schuh. Wenn das passiert, strömt wegen des nied­ri­geren Luft­drucks im Isolator die Luft aus dem Rein­raum hinein und hält so auch die pudrigste Substanz davon ab, zu entwei­chen.

Das Gebläse hält dem Druck stand

An diesem Arbeits­platz geht es um Leben und Tod. Deshalb muss der Isolator dicht und leise sein. (Foto | Block)

Auf dem Gebläse lastet aber noch mehr Leis­tungs­druck: Block versieht seine Isola­toren mit einer doppelten Lage hoch­wirk­samer Schweb­stoff­filter der HEPA-Kate­gorie – HEPA steht für High-Effi­ci­ency Parti­cu­late Air/Arrestance. Dadurch entsteht ein sehr hoher Druck­ver­lust von 350 Pascal an jedem Filter.

Auch wenn das Gebläse diesen ausglei­chen muss, darf es nicht laut sein. „Die Anwender müssen acht Stunden hoch­kon­zen­triert an dem Isolator arbeiten. Jedes Geräusch ist da störend“, erklärt Hruboň. Wie laut ein Isolator ist, hängt auch davon ab, wie der Raum beschaffen ist, in dem er steht. Block rech­nete und gab vor: Maximal 60 Dezibel, also nicht viel lauter als ein Kühl­schrank, darf der komplette Isolator sein.

Um ein Gebläse zu bekommen, das all die Anfor­de­rungen erfüllt und einen Volu­men­strom von 65 Kubik­meter pro Stunde bei fünf bis sechs Kilo­pascal schafft, setzten die Rein­raum­spe­zia­listen von Block auf ihre Erfah­rung: „Wir arbeiten schon seit über zehn Jahren mit ebm-papst zusammen und die Produkte haben sich absolut bewährt“, sagt der 32-jährige Hruboň.

Das beste Gebläse für Stan­dard­iso­la­toren

Seine Leute und das Team um ebm-papst Sales Engi­neer Martin Kaštánek suchten gemeinsam die beste Lösung für die neuen Stan­dard­iso­la­toren. „Der Druck war groß, denn die Nach­frage nach medi­zi­ni­schen Produkten ist gewaltig – dementspre­chend schnell sollte es gehen“, sagt Kaštánek.

Doch der 29-Jährige ist über­zeugt von dem Ergebnis: „Unsere Gebläse erfüllen die Anfor­de­rungen sogar dann, wenn sie mit 40 Prozent ihrer Leis­tung laufen – dank des EC-Motors mit Dreh­zahl­re­ge­lung. Das macht sie beson­ders leise. Bei voller Dreh­zahl sind über 17 Kilo­pascal drin.“

Bald wird das neue Block-Produkt in einer Klinik in Tsche­chien stehen und die Gesund­heit derer schützen, die lebens­ret­tende Medi­ka­mente herstellen.

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