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Fenster zu – Frischluft rein

Die Firma REHAU entwickelte gemeinsam mit ebm-papst ein Lüftungssystem, bei dem geschlossene Fenster für frische und warme Luft sorgen.


Wärmedämmung liegt in Deutschland im Trend. Doch bleibt die Wärme im Haus, bleiben auch Feuchtigkeit und Schadstoffe drinnen. Das begünstigt die Schimmelpilzbildung. Abhilfe schafften bisher zentrale Lüftungsanlagen oder dezentrale Geräte in der Bausubstanz. Die REHAU AG + Co entwickelte nun gemeinsam mit ebm-papst eine elegantere Lösung: ein Fenster mit Lüftungsanlage und Wärmerückgewinnung im Rahmen.

Dabei gab es zwei Herausforderungen: Einerseits mussten Lüfter, Wärmetauscher und Steuerelektronik im begrenzten Bauraum des Fensterrahmens der Serie GENEO Platz finden. Andererseits sollten die Lüfter möglichst leise sein, um im Wohnbereich nicht zu stören. ebm-papst schlug einen besonders kompakten Radiallüfter vor. Diesen entwickelten die Ingenieuren in drei Schritten neu. Zuerst integrierten sie einen dreiphasigen EC-Motor in den Lüfter, der aufgrund seines niedrigen Geräuschniveaus in Haushaltsgeräten zum Einsatz kommt.

Anschließend veränderten sie mithilfe von Strömungssimulationen Schaufelzahl und -winkel, um den besten Kompromiss zwischen Größe und Lautstärke zu finden. Schließlich passten sie den Lüfter weiter an den Bauraum an und dämmten das Gerät. „Ein Fenster sollte mindestens 30 Jahre halten, deshalb setzen wir ausschließlich langlebige und zuverlässige Komponenten ein. Für unsere Produktinnovation suchten wir daher ein Unternehmen mit kompetenter Entwicklungsabteilung“, sagt Dr. Rainer Schork von REHAU.

Die selbstlüftenden Fenster, die sich vor allem für energetische Sanierungen und Neubauten eignen, haben den großen Vorteil, dass Bauherren sie einfach und schnell installieren können. Sie müssen weder Luftleitungen verlegen noch sind Nacharbeiten im Mauerwerk notwendig. Zudem kann der Eigentümer die Anlage leicht warten, da er Filter und andere Komponenten selbst austauschen kann. REHAU testete die Fenster bereits in mehreren Pilotprojekten und produziert sie seit Kurzem in Serie. „Die Zahl der Anfragen hat unsere Erwartungen schon jetzt weit übertroffen. Wir sind daher sehr zuversichtlich, dass das ganze Projekt ein Erfolg wird“, freut sich Schork.

So funktioniert das Lüftungssystem

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In jedem Fenster der Serie GENEO INOVENT sind zwei Lüfterpaare für Zu- und Abluft im Rahmen integriert. Während ein Lüfter die verbrauchte, warme Luft des Innenraums durch einen Wärmetauscher nach außen führt, holt der andere Lüfter die kalte Außenluft durch den Tauscher nach innen. Dabei wird sie vorgewärmt. Die Nutzung der Abluftwärme minimiert Energieverluste und verringert die Heizkosten.

Lesen Sie auch den Fachartikel zum Thema: mag.ebmpapst.com/techmag_fensterluefter

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