© Bild mit freundlicher Genehmigung durch Paul Andreu Architecte

Ener­gie­ef­fi­zienz in China: Eine Quelle des Umden­kens

Das hoch­mo­derne Grand Theater im chine­si­schen Jinan ist ein Aushänge­schild für die Region – auch in Sachen Ener­gie­ef­fi­zienz. Der Neubau zeigt, dass Nach­hal­tig­keit in China immer wich­tiger wird


Jinan, die Haupt­stadt der chine­si­schen Provinz Shan­dong im Osten Chinas, ist bekannt als Stadt der Quellen. Über neunzig davon spru­deln in der Sechs-Millionen-Einwohner-Metro­pole. Kein Wunder also, dass sich der fran­zö­si­sche Star­ar­chi­tekt Paul Andreu beim Design des Jinan Grand Theater von den spru­delnden Wahr­zei­chen der Stadt inspi­rieren ließ. Das Theater entsteht im Zentrum des 500.000 Quadrat­meter umfas­senden Cultural and Art Center of Shang­dong an der Grenze zwischen Natur und Stadt. Seine ausge­höhlte, runde Grund­form soll an den Ursprung einer Quelle erin­nern. Um das zentrale Thea­ter­ge­bäude grup­pieren sich acht weitere Gebäude in unter­schied­li­chen Höhen, die durch ihre weiche Lini­en­füh­rung und ihre silberne Farbe an Wasser erin­nern, das einer Quelle entspringt.

Nach­hal­tig­keit wird wich­tiger


Das Grand Theater ist ein Vorzei­ge­pro­jekt der Stadt Jinan. Auf 75.000 Quadrat­meter Fläche beher­bergt es ein Opern­haus mit 1.800 Plätzen, eine Konzert­halle für 1.500 Musik­lieb­haber, eine Multi­funk­ti­ons­halle für 500 Besu­cher sowie Hotels und Büros. Um nicht nur archi­tek­to­nisch, sondern auch tech­no­lo­gisch neue Maßstäbe zu setzen, arbeitet die Klima­an­lage des Thea­ters mit 499 Green­Tech EC-Radi­Pacs von ebm-papst. Diese bewegen mit einer Leis­tung von 1.180 Kilo­watt effi­zient 1.125.910 Kubik­meter Luft pro Stunde durch das Theater.

„Umwelt­freund­liche Tech­no­logie wird in China immer wich­tiger“, erklärt James Sun, Vertriebs­ma­nager bei ebm-papst China. „In der Bevöl­ke­rung findet ein Umdenken statt, da der Klima­wandel durch eigene Erfah­rungen und über die neuen Medien immer stärker ins Bewusst­sein rückt. Zudem forciert die Regie­rung durch Gesetze und Richt­li­nien zuneh­mend den Einsatz effi­zi­enter Tech­no­lo­gien. Ein Beispiel dafür sind Subven­tionen für ener­gie­spa­rende Klima­an­lagen, Flach­bild­fern­seher und Kühl­schränke.“

RadiPac im Einsatz

RadiPac im Einsatz

Den Einbau der Klima­an­lage in das Theater über­nahm der RLT-Gerä­te­her­steller Tsinghua Tong­fang Co. Für das Unter­nehmen, das sich beson­ders nach­hal­tigen Lösung verschrieben hat, ist ebm-papst der ideale Partner. „Die Stadt­re­gie­rung von Jinan wollte ein in jeder Hinsicht perfektes Theater bauen. Deshalb benö­tigten wir auch hohe Qualität und Effi­zienz beim Lüftungs­system. Dafür steht ebm-papst, dessen Venti­la­toren gut in den gene­rellen chi­nesischen Trend passen, effi­zi­enter und umwelt­freund­lich zu bauen“, erklärt Hou Dong­ming, Geschäfts­führer von Guang­zhou Tong­fang Refine Air Condi­tio­ning Co. Ltd. Da bei den Radi­Pacs Elek­tronik und Motor eine Einheit bilden, sparen die Venti­la­toren nicht nur Platz, sondern sind auch einfach zu instal­lieren. Zeit und -kosten­in­ten­sive Abstim­mungen bei der Inbe­trieb­nahme der Klima­an­lage entfielen dadurch ebenso wie Erdungs- und Schir­mungs­maß­nahmen. Ganz nach dem Motto: plug and play.

Leise und stark


Neben Wirt­schaft­lich­keit und einer posi­tiven Ener­gie­bi­lanz erfüllen die Venti­la­toren im Grand Theater noch weitere Krite­rien. Sie sind leis­tungs­stark genug, um die Luft mit hohem Druck durch die langen Rohre der Klima­an­lage zu bewegen, und sind durch ihre anpass­bare Leis­tung stets so leise wie möglich, um die Thea­ter­be­su­cher nicht zu stören. Zusätz­lich sorgt die schräge Abström­kante des Hoch­leis­tungs­lauf­rads des Radi­Pacs für eine opti­male Strö­mungs­füh­rung, die gemeinsam mit einem inte­grierten Umlauf­dif­fusor beson­ders geringe Geräusch­emis­sionen produ­ziert. Damit die Luft im Theater nicht nur wohl­tem­pe­riert, sondern auch sauber ist, baute Tsinghua Tofang oben­drein einen Virus­filter in die Anlage ein. Dieser befreit die ange­saugte Außen­luft von Schad­stoffen.

Feier­liche Eröff­nung


So können die Besu­cher sich entspannt auf das Geschehen auf der Bühne konzen­trieren. Nach zwei­ein­halb Jahren Bauzeit haben sie die erste Gele­gen­heit dazu im Oktober 2013. Dann wird das Jinan Grand Theater im Rahmen des zehnten China-Art-Festi­vals feier­lich eröffnet. Das Festival gibt Einblicke in die gesamte Band­breite der chine­si­schen Kultur und wird neben fünf­zehn chine­si­schen auch elf auslän­di­sche Stücke präsen­tieren. Die Region wird ihre Aufmerk­sam­keit also gespannt auf Jinan und sein neues Theater richten. Ein guter Zeit­punkt für die Metro­pole, um ihren Besu­chern zu zeigen, dass in der Stadt der Quellen Ener­gie­ef­fi­zienz und Umwelt­schutz bereits heute eine wich­tige Rolle spielen.

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