© Foto | ebm-papst, Ralf Kreuels

Eco unter die Haube bringen

Die neue Genera­tion von Miele-Dunst­ab­zugs­hauben setzt auf ener­gie­ef­fi­zi­ente Tech­no­logie


Die Küche ist nicht nur Koch­stelle oder Kommu­ni­ka­ti­onsort, sondern auch ein nicht unbe­trächt­li­cher Faktor beim Ener­gie­ver­brauch: von Kühl­schrank bis Koch­feld gibt es hier großes Einspar­po­ten­zial. Das wissen auch die Hersteller von Küchen­ge­räten. „Ener­gie­ef­fi­zienz spielt im Bewusst­sein der Menschen mitt­ler­weile eine zentrale Rolle“, betont Rainer Ragert, Entwick­lungs­leiter der Miele-Tochter impe­rial im Werk Arns­berg, dem Kompe­tenz­zen­trum für Dunst­ab­zugs­hauben der Miele Gruppe. „Deshalb haben wir uns über­legt, wie wir diese Entwick­lung aufnehmen und unsere Produkte effi­zi­enter machen können.“

Die Lösung: immer besser

Miele Dunstabzugshaube EC

Gerald Ehrler, Wolf-Jürgen Weber und Rainer Ragert (von links) begut­achten die neue Dunst­ab­zugs­haube

Ragert selbst arbeitet an einem neuen, EU-weiten Ener­gie­ef­fi­zi­enz­label mit, anhand dessen die Verbrau­cher künftig auch bei einer Dunst­ab­zugs­haube auf einen Blick erkennen können, ob eine spar­same Technik am Werk ist. Bei einem gemein­samen Gespräch in Mulfingen beschlossen die Inge­nieure beider Firmen daher die Entwick­lung eines spezi­ellen, beson­ders ener­gie­spa­renden Gebläses. „Wir wussten, dass ebm-papst mit dem EC-Motor den passenden tech­no­lo­gi­schen Ansatz dafür schon parat hatte“, erläu­tert Rainer Ragert. „Der Motor musste für unsere Zwecke aber noch ange­passt werden.“ Getreu dem Miele-Motto „Immer besser“ wollte man gemeinsam eine Lösung finden, die dem Verbrau­cher einen deut­li­chen Mehr­wert bietet: leisen Betrieb, zuver­läs­sige Geruchs­ab­sau­gung – egal ob in kleiner Einbau- oder offener Essküche oder der Koch­insel – und gleich­zeitig einen deut­lich gerin­geren Strom­ver­brauch. Miele bietet damit als erster Hersteller EC-Tech­no­logie in Dunst­ab­zugs­hauben an. Und setzt damit in einem hart umkämpften Markt ganz bewusst auf hohe Qualität.

Erfolg des Piloten

Dafür mussten die Inge­nieure bei ebm-papst in einem ersten Schritt Maße und Elek­tronik des EC-Gebläses auf die des bishe­rigen AC-Gebläses bringen. 2011 präsen­tierte Miele die welt­weit erste Dunst­ab­zugs­haube mit EC-Tech­no­logie. Dieses Pilot­mo­dell erschien in nur einer Baugröße, um zunächst die Akzep­tanz auf dem Markt zu prüfen. Die große Inno­va­tion des Geräts verbarg sich dabei hinter dem Namen „Eco-Paket“. Nachdem die effi­zi­ente Haube von den Kunden gut ange­nommen wurde, ging Miele daran, die Folge­serie komplett mit EC-Tech­no­logie auszu­statten. In dieser „Genera­tion 6000“ inte­grierte Miele dann eine neue Steue­rung, die speziell an die hoch­mo­dernen EC-Gebläse ange­passt ist.

Abstim­mung auf vielen Ebenen

Miele Dunstabzugshaube EC

Das Gerät in Einzel­teile zerlegt, das EC-Gebläse oben links

Doch zu den rein tech­ni­schen Aufgaben kam eine andere Heraus­for­de­rung: „Die Knack­punkte bei diesem Projekt waren das enge Zeit­fenster und die Abstim­mung vieler Ansprech­partner an vielen verschie­denen Stand­orten“, erklärt Gerald Ehrler, Projekt­ma­nager bei ebm-papst. Drei Partner entwi­ckelten gleich­zeitig am Projekt: impe­rial Arns­berg an der Dunst­ab­zugs­haube, Miele Gütersloh an der Steue­rung und ebm-papst Mulfingen am Motor und an der Steue­rungs­ab­stim­mung. Zunächst sah es fast so aus, als sei der gesetzte Termin für den Seri­en­start nicht zu schaffen. Doch in inten­siver Zusam­men­ar­beit, bei der sich sogar die Geschäfts­lei­tung der Firmen betei­ligte, und in zahl­rei­chen Abstim­mungs­runden meis­terten die Inge­nieure die Hürden: Die benö­tigte VDE-Zulas­sung für das Gebläse hatte man schließ­lich einen Tag vor dem Soll­termin in der Tasche und das Gerät ging gerade recht­zeitig in Serie.

Das Gebläse „rollen lassen“

Das Ergebnis der Anstren­gung über­zeugt: Das große Plus dabei ist die Ener­gie­ef­fi­zienz. „In der nied­rigsten Stufe verbraucht das EC-Gebläse so gut wie keine Energie, weil es im Teil­last­be­reich läuft“, erklärt Ehrler. „Wie ein Auto, das Sie mit 120 Stun­den­ki­lo­me­tern auf der Geraden rollen lassen.“ An der Druck­sta­bi­lität und dem Geräusch­ver­halten feilen die Inge­nieure bei ebm-papst noch weiter, um auch hier das maximal Mögliche heraus­zu­holen.

Kombi­niertes Sparen

Miele Dunstabzugshaube EC

Präzise Abstim­mungs­runden waren für den Einsatz des Gebläses mit EC-Motor gefragt

Da eine Dunst­ab­zugs­haube im Durch­schnitt nur knapp eine Stunde am Tag im Einsatz ist, kombi­nierte Miele die EC-Tech­no­logie mit weiteren Maßnahmen, um den Ener­gie­ver­brauch noch stärker senken zu können. So wurde zum einen der Stand-by-Verbrauch redu­ziert. Zum anderen wurden neue Leucht­mittel verwendet – bislang hatte der Verbrau­cher nur die Wahl zwischen guter Beleuch­tung mit hohem Strom­ver­brauch oder gutem Strom­ver­brauch mit schlechter Sicht in den Koch­topf. Bei der Ausleuch­tung des Koch­felds setzt Miele nun auf Hoch­leis­tungs-LED-Strahler, die jeweils nur zwei Watt verbrau­chen – handels­üb­liche Halo­gen­leuchten benö­tigen rund das Zehn­fache an Energie. Zudem sind die LEDs auf die Gesamt­le­bens­dauer der Dunst­ab­zugs­haube ausge­legt, müssen also ganze 20 Jahre lang nicht ausge­tauscht werden.

Lang­le­big­keit charak­te­ri­siert auch die Zusam­men­ar­beit der Partner. Bereits vor 20 Jahren entwi­ckelten impe­rial und ebm-papst zusammen ein Dunst­ab­zugs­hau­ben­ge­bläse, das inzwi­schen Welt­markt­stan­dard ist. „Zwischen dem Miele-Konzern und ebm-papst gibt es viel­fäl­tige Berüh­rungs­punkte, und das schon seit vielen Jahren“, sagt Rainer Ragert. „Denn uns verbinden ähnliche Ziele: Entwick­lungs­kom­pe­tenz, Kunden­zu­frie­den­heit, Konstanz – und Nach­hal­tig­keit.“

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