© Gernot Walter

Die große Kälte kommt nach Mexiko

Bohn ist ein Kälte­technik-Experte auf dem mexi­ka­ni­schen Markt. In seiner neuen Genera­tion Schock­froster setzt das Unter­nehmen auf EC-Tech­no­logie.


Musik dudelt, das Licht ist farb­lich abge­stimmt und leuchtet sanft auf die bunten Produkt­ver­pa­ckungen. Die Tiefkühl­truhe des Super­markts surrt verläss­lich, denn die Tempe­ratur darf nicht über minus 18 Grad Celsius steigen. Das ist das Verspre­chen einer funk­tio­nie­renden Kühl­kette, um die Qualität der Lebens­mittel zu erhalten.

Zur Herstel­lung von Tief­kühl­kost werden frische Lebens­mittel verwendet — Fleisch, Fisch, Gemüse, Obst. Um die Qualität über einen längeren Zeit­raum zu erhalten, kommt das Schock­frost­ver­fahren zum Einsatz: Die Lebens­mittel werden in sehr kurzer Zeit auf unter minus 18 Grad Celsius intensiv herun­ter­ge­kühlt. Beim soge­nannten Kalt­luft­ge­frieren kommt es zu eisigen Luft­strömen von bis zu minus 40 Grad.

Für den Kälte­kreis­lauf

Das Unter­nehmen Bohn stellt für seine Kunden die Kompo­nenten für einen solchen Kälte­kreis­lauf her. Der mexi­ka­ni­sche Spezia­list im Bereich der Kälte­technik verkauft an Lebens­mit­tel­lo­gis­tiker verschie­dene Anlagen für Lager­häuser, Kühl­räume oder -container und -fahr­zeuge. Dabei steht Bohn auch vor der tech­ni­schen Heraus­for­de­rung, große Räume auf Frost­tem­pe­ratur zu bringen, um Tief­kühl­kost herzu­stellen: also viel Luft schnell zu kühlen.

320.000 Kubik­meter in weniger als fünf Stunden auf 35 Grad unter null.

Zum Beispiel soll die Tempe­ratur in einer 320.000 Kubik­meter großen Halle — 200 Meter lang, 80 Meter breit und 20 Meter hoch — von plus 20 Grad Celsius in weniger als zwei Stunden auf minus 20 Grad fallen. In den darauf­fol­genden drei Stunden kühlt der Raum weiter ab, bis auf minus 35 Grad Celsius. Diese Raum­tem­pe­ratur gilt es dann zu halten. Seit 2016 stattet Bohn seine Schock­frost­ver­dampfer mit EC-Venti­la­toren von ebm-papst aus.

Groß, effi­zient und steu­erbar

Als geeignet stellte sich der Mittel­druck-Axial­ven­ti­lator heraus, denn der ist groß, effi­zient und steu­erbar und hat eine enorme Wurf­weite. Mit seinem Durch­messer von 1.120 Milli­me­tern kann er pro Stunde eine Luft­menge von bis zu 50.000 Kubik­me­tern bei einem Gegen­druck von 200 bis 550 Pascal fördern.

Um die Luft in der riesigen Lager­halle zu bewegen, sind an den Hallen­seiten drei Verdampfer direkt unter der Decke montiert. In jedem Verdampfer drehen sich drei Venti­la­toren, insge­samt 18 Stück. Sie liegen sich gegen­über, sodass sie mit ihrer Wurf­weite von je 40 Metern jeden Winkel der Halle errei­chen. Fühler über­wa­chen die Tempe­ratur, die Akti­vität der Venti­la­toren kann entspre­chend ange­passt werden.

Frische Ware voller Vitamine

Über diese tech­nisch anspruchs­volle Aufgabe verraten die Lebens­mittel in der Super­markt-Tief­kühl­truhe nichts. Der Verbrau­cher erfährt das nur indi­rekt: indem er frische Ware voller Vitamine, Nähr­stoffe und Aromen genießen kann.

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