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Wie der Smoothie in die Flasche kommt

Smoothies mit Fruchtstückchen oder Molkereiprodukte wie Buttermilch und Joghurt sind für die Schlauch-Dosierpumpe DULCO flex Control von ProMinent kein Problem. Sie bringt auch viskose Lebensmittel im richtigen Maß in die Verpackung – ein EC-Antrieb macht‘s möglich.


ProMinent ist ein weltweit etablierter Experte für Dosiertechnik und Wasseraufbereitung. Die exakt steuerbaren Membran-Dosierpumpen des Unternehmens aus Heidelberg bringen beispielsweise die Wasserqualität in Schwimmbädern oder Pools genau auf die vorgeschriebenen Standards. Schlauchpumpen hingegen befördern Flüssigkeiten auch bei hoher Viskosität und starker Ausgasung problemlos. Wie bei einer Zahnpastatube drückt die Pumpe das Material immer weiter vorwärts. Doch was tun, wenn beide Kompetenzen auf einmal gefragt sind – dickflüssiges Material präzise dosieren? ProMinent entwickelte hierfür die Schlauch-Dosierpumpe DULCO flex Control, die beide Stärken miteinander vereint.

Masse und Klasse

Medien mit hoher Viskosität mit konstanter Geschwindigkeit zu befördern und präzise ab- oder umzufüllen, ist eine echte Herausforderung – nicht nur in der Lebensmittelindustrie. Die DULCO flex Control steuert dank einer intelligenten Software selbstständig ihre Dosiermengen – und zwar in einem Bereich von maximal 30 Liter bis zu einem Minimum von 10 Milliliter pro Stunde. So kann sie auf dem Weg in die Verpackung auch genaue Mengen von Farbadditiven oder Aromastoffen den Lebensmitteln hinzugeben. Da die Pumpe auch problemlos Medien mit Gaseinschlüssen dosieren kann, lassen sich auch ausgasende Flüssigkeiten, wie das Desinfektionsmittel Wasserstoffperoxid (H2O2) problemlos fördern. Die Schlauch-Dosierpumpe drückt die Luft einfach mit.

Die Schlauch-Dosierpumpe DULCO flex Control von ProMinent kann dickflüssiges Material präzise dosieren. (Foto | ProMinent)

Saubere Sache

Pumpen mit Ventilen oder Flügelrädern weisen Spalten und andere Toträume auf. Sie können oft nur in zerlegtem Zustand so gereinigt werden, dass sie wieder keimfrei sind. Im Gegensatz dazu kommen die Lebensmittel bei Schlauchpumpen nur mit dem Schlauch in Berührung. Der lebensmittel­echte Schlauch kann mittels CIP (Cleaning –in place) Verfahren gereinigt und desinfiziert oder nach einem Chargen­wechsel schnell ausgetauscht werden. Für einen schnellen Wechsel entwickelte ProMinent einen einzigartigen Prozess ohne Werkzeug: Die eine Hälfte des Rotors lässt sich entnehmen, sodass genug Platz vorhanden ist, um den Schlauch von Hand zu entfernen und einen neuen wieder einzusetzen. Neben der Lebensmittelindustrie ist die DULCO flex Control auch in einem anderen Markt eine saubere Sache: Bei der Abwasseraufbereitung fügt sie dem Industrieabwasser langkettige Polymere hinzu. Die Schwebstoffe wachsen zu einer gewissen Partikel­größe an und lassen sich in einem weiteren Verfahrensschritt problemlos herausfiltern.

Passgenaue Lösung

Eine intelligente Software braucht auch einen intelligenten Antrieb. Der bürstenlose Gleichstrommotor VDC 49.15 von ebm-papst erfüllt diese Anforderung. Mit integrierter Steuerung harmonisiert er mit dem dynamischen Verstellbereich der Pumpe. Der Motor dreht je nach Dosiermenge sehr langsam bis sehr schnell. Dadurch macht er die präzise Dosierung erst möglich – und das auch bei Dauerlaufzeiten, ohne zu überhitzen.

„ebm-papst ist auf unsere Konstruktions­wünsche eingegangen. Jetzt haben wir einen auf unsere Anforderungen maßgeschneiderten Sonderantrieb“, erläutert Projektleiter Holger Ludwig von ProMinent. ebm-papst am Standort in Lauf hat den standardnahen Antrieb an die Anforderungen des patentierten Schlauch­wechsel­prozesses der Pumpe angepasst. Eine verlängerte Antriebswelle mit Kreuzprofil passt jetzt als perfektes Gegenstück auf die spezielle Achsenform des Rotors. Dadurch überträgt sich die Kraft des Motors nicht nur zuverlässig auf den Schlauch, sondern lässt auch zu, dass sich der Rotor während dem Wechsel zur Hälfte entnehmen lässt. „Mit ebm-papst haben wir einen Partner gefunden, der die Präzision unserer Produkte bestmöglich unterstützt“, so Ludwig – ein fruchtbarer Boden also für weitere Projekte. 

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